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Alt 29.08.2006, 10:27   #5   Druckbare Version zeigen
Edgar Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.044
AW: Urtitersubstanz?

Zitat:
Zitat von sarai357
ist die maßlösung das, was man in die bürette gibt oder das was man bestimmen will? so ganz versteh ich das noch nciht...
also soweit ich das verstanden habe, ist die maßlösung das was man bestimmen will, sprich was im erlmeyerkolben ist. aber wieso nimmt man dann nciht von vornerein die urtitersubstanz, wenn die auch die konzentration bestimmen kann??
lg
Die Maßlösung ist das, dessen Gehalt du genau kennst. Es spielt keine Rolle ob es in der Bürette oder dem Erlenmeyer ist.

Es wäre schön wenn es für jeden Zweck Urtiter gäbe, doch leider gibt es z. B. keine starke Base die die Kriterien erfüllt: NaOH u. KOH sind hygroskopisch und nehmen CO2 aus der Luft auf, Ammoniak ist flüchtig...
Deshalb behilft man sich in diesem Fall mit Na-Carbonat oder stellt eine NaOH-Lösung mit einer genau bekannten Säure ein - wobei man das gleiche Problem hat: HCl, H2SO4, HNO3, H3PO4, HClO4 sind alles keine Urtiter! Man muss auf organische Säuren wie Benzoe- oder Oxalsäure ausweichen...

Die Wiki-Definition möchte ich übrigens nicht ganz akzeptieren: Ein Urtiter muss keineswegs gut wasserlöslich sein!
Ich verwende für Ca-Standards z. B. zur Einwaage Ca-Carbonat: Es ist nicht hygroskopisch (Wie auch, es ist ja nicht mal wasserlöslich) und reagiert auch nicht mit irgendwas aus der Luft. Kristallwasser kann es auch nicht abgeben.
Also wiege ich CaCO3 ein und löse es dann in HCl! Das CO2 sprudelt weg, und ich erhalte eine äusserst genaue CaCl2-Lösung!

Dieser kleine Trick funktioniert auch gut mit anderen sachen, z. B. Hg, für das ich das sehr stabile HgO einwiege und dann in HNO3 löse.
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