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Alt 23.08.2006, 21:58   #6   Druckbare Version zeigen
vincent_vega Männlich
Mitglied
Beiträge: 302
AW: außenstromlose/chemische Metalliserung auf Kunststoffen

Hi,

außenstromlos war schon das richtige Stichwort.

Bei chemischen Nickelelektrolyten wird meist Natriumhypophosphit verwendet, allerdings gibt es da gerade auf dem Gebiet chemisch Kupfer nach ein Vielzahl weiterer z.B. Hydrazin, Formaldehyd....
Wenn du einen solchen Elektrolyten brauchst wende dich mal an ein der Fachfirmen für Galvanotechnik z.B. Atotech, MacDermid, Rohm und Haas, Enthone..... die sind da normalerweise recht hilfsbereit.
Also das mit den niedrigen Temperaturen ist kein Problem, ich kenne Elektrolyte die Arbeiten bei RT oder etwas darüber mit zufriedenstellenden Abscheidungsgeschwindigkeiten.
Um was für einen Kunststoff handelt es sich genau?`
Klassich wird der ABS-Kunststoff verwendet, aber es gibt mittlerweile eine Vielzahl von anderen Kunststoffen und auch eine Vielzahl von Verfahrensabläufen klassich ist dieser:
Beizen (meist Chromschwefelsäure ca 400g/l CrO3 und 400g/l H2SO4anschliessend wird das Chrom(VI) reduziert da es sich störend auf den weiteren Prozess auswirkt dies geschieht mit einer sauren Natriumhydrogensulfitlösung
oder Natriumdithionitlsg. darauf folgt ein kurzes Tauchen in einer Prediplösung (diese dient der Konststanthaltung der Parameter im folgenden Schritt) mit direktem umheben ohne Zwichenspülen in eine Bekeimungslösung der Palladium/Zinnkolloid enthält. Nach dem Bekeimen muss der Zinnschutzkolloid entfernt werden dafür wird ein sogenannter Accelerator eingesetzt danach wird das Teil in einem aussenstromlos Arbeitenden Elektrolyten metallisiert und kann dann auf konventionellem Weg Galvanisch verstärkt werden. Zwichen den einzelnen Schritten ist ein sehr gründliches Spülen von entscheidender Bedeutung für den reibungslosen Ablauf.
Ich kann aus Erfahrung sprechen (habe im Rahmen meiner Technikerarbeit einen Verfahrensablauf für einen Kunststoff entwickelt der dem herkömmlichen Ablauf ähnelt aber auch für andere Kunststoffe einige Vorteile mit sich bringt) das die Sache sich nicht als so einfach erweisst wie sie nun klingt, es können einige Probleme auftreten.
Der oben gennante Ablauf ist auch nur einer von vielen, mittlerweile wird häufig versucht den sehr Kostenintensiven und aufwendigen Weg über die Bekeimung mit anschließender chemischer Metallisierung zu umgehen, hier wird versucht auf chemischen Weg leitende Schichten zu erzeugen die dan direkt galvanisiert werdwen können, aber den Hauptanteil stellt nach wie vor der klassiche Ablauf.
Um dir jetzt weiterhelfen zu können müsstest du mir sagen um was für einen Kunststoff es sich handelt und vielleicht noch ein paar Details (z.B. Sinn und Zeck, Anforderungen etc.)nennen.

mfG
vincent_vega
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