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Alt 20.08.2006, 01:11   #37   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.824
AW: Quecksilbersalze

Wie oft das passiert, weiß ich nicht. Darüber gibt es wohl auch keine Statistiken. Das Problem ist nicht das Hg selber, sondern seine Dämpfe. Das Metall selbst ist vergleichsweise inert.
Bei Quecksilbersalzen sieht es da schon ganz anders aus.

Dr. Karen Wetterhahn hatte sich mit einer Quecksilberverbindung vergiftet, nicht mit metallischem Hg. Dimethylquecksilber durchdringt ruckzuck die Haut und dann ist wohl auch schon Feierabend.

Es gibt natürlich Behandlungsmethoden (z.B. die doch recht umstrittene Chelat-Therapie; beruht darauf, das die Quecksilberverbindung in einen Komplex [vgl. Chelat] überführt wird); und man ist nach Kontakt mit Quecksilber- bzw. Quecksilberverbindungen nicht automatisch todgeweiht, aber dennoch kann es ziemlich kritisch werden. Und gerade bei Organoquecksilberverbindungen...aber dazu muss man auch sagen, das im Fall Wetterhahn wohl zu spät gehandelt wurde (nämlich erst, als schon Vergiftungssymptome, wie z.B. Quecksilbersulfid-Saum am Zahnfleisch, Zittrigkeit, Gedächtnisprobleme....) auftraten. Ausserdem war der Arbeitsschutz nicht aussreichend. Mehrere Lagen geigneter Handschuhe sowie das Ernst-nehmen der Situation hätten wohl einiges geholfen.
Aber im Nachhinein kann man da nicht mehr viel tun Falls doch sind Spätschäden natürlich nicht ausgeschlossen.

Noch ein Link:
http://www.speciesanalytik.de/Quecksilber/Toxizitat/toxizitat.html

Kaliumcyanid
(im Andenken an Prof. Dr. Karen Wetterhahn)

Geändert von kaliumcyanid (20.08.2006 um 01:30 Uhr)
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