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Alt 09.06.2006, 19:34   #3   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: Synthese von Schwefelsäure

Bei diesem Versuch ist nicht das V2O5 das Problem, sondern das SO3. SO3 reagiert mit Wasser nicht sonderlich gut, wenn du es in reines Wasser einleitest, blubbert ein Grossteil einfach durch. Damit das nicht in die Atemluft entweicht, musst du das dann in Schwefelsäure einleiten, in der es besser löslich ist. Ich schlage also vor : eine Waschflasche mit Leitungswasser (vor den Augen des Publikums füllen damit keine Zweifel aufkommen) und zwei Waschflaschen nachschalten um überschüssiges SO3 zu binden. Wir in der Technik auch so gemacht - das kann man ja dann auch erwähnen. In die erste Flasche mit dem Wasser gibst du deinen Universalindikator. Verwende Leitungswasser, kein entmineralisiertes. Im LW wird der Universalindikator grün und schlägt nach rot um. Sollte die SO3 Menge dazu nicht ausreichen, nimm Bromthymolblau (blaugrün in LW) scharfer Umschlag nach gelb. Dieser Indikator schlägt ziemlich genau am Neutralpunkt um, so dass er sich für Versuche gut eignet, bei denen nur kleinen Mengen Säure erhalten werden.

Statt V2O5 kannst du auch Platinasbest nehmen, das ist sauberer in der Handhabung. V2O5 schmilzt erstaunlich leicht unter den Versuchsbedingungen und versaut dein Reaktionsrohr...

lg
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"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
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