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Alt 09.06.2006, 16:06   #1   Druckbare Version zeigen
Paleiko Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 2.210
Schmock und Co - unerwartete (Neben-?)Produkte und deren fachmännische Beschreibung

Hi!

Aus ferientechnisch unglaublich ausufernder Langeweile und der inspirirenden Wirkung des Begriffes "Grint" in der "Reinigen mit KMnO4"-Diskussion, fühle ich mich in Anlehnung an den Katastrophenthread berufen, einen Thread zur Beschreibung eurer kuriosesten Reaktionen (Motto: "Was zum Geier war da bloß drin?") zu eröffnen. Erdölschleim, popelartige Fasern oder schlicht und einfach betonharte Kristalle, wo eigentlich eine klare Flüssigkeit sein sollte? Grint, Gubbel, Glibber, Schmock und Schleim: Was kreucht durch eure Hexenküche?

Also, aus meinen "kleinen Kämpfen" im Laboralltag:

- Eine Oxinfällung, quantitatives AC-Praktikum. Eigentlich sollte das Zeug doch hellgelb sein...? Bei mir lag eine gummiartige, deutlich dehn- und ziehbare Masse vor. Farbe: Popelgrau. Sie ballte sich schon beim Fällen zu kleinen, gräulichen Klumpen zusammen. Hochinteressant, wenn auch für's Bestehen der Analysen gefährlich

- Das OC-Präparat eines Kommilitonen sollte laut Skript nach dem Abkühlen eine "farblose, klare Flüssigkeit" sein. Es lag stattdessen vor: Ein steinharter, rötlich-schwarzer Klumpen, aus dem dunkle Blasen hervorblubberten. Lava- bis erdölartig. Stochern mit dem Glasstab ergab: Ja, das Zeug sieht im ganzen Kolben gleich aus Lustigerweise hatte er am nächsten Tag eine zwar leicht gefärbte, aber völlig klare Lösung vorliegen. Ausbeute: durchaus akzeptabel.

Mein Grignard aus der letzten Laborwoche sah übrigens durch die ausgefallenen Salze sehr deutlich nach männlichem Ejakulat aus. Seitdem trage ich den Gedanken mit mir herum, die Formulierung "Ich schüttele meinen Grignard aus" inhaltlich neu zu besetzen
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