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Alt 08.05.2006, 18:51   #3   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Liebig-Analyse?

Hallo & willkommen im Forum,

mit Liebig Analyse könnte die klassische Verbrennungs- (Elemtar-) analyse organischer Verbindungen gemeint sein : der zu analysierende Stoff wird mit Kupferoxid oder einem anderen geeigneten Oxidationsmittel erhitzt. Die Elemente C und H werden dabei zu CO2 und H2O oxidiert; diese werden durch einen Strom trockener Luft, die durch die Apparatur strömt, mitgerissen und gebunden (CO2 etwa an NaOH oder Ba(OH)2 oder Natronkalk; und Wasser an ein Trockenmittel, CuSO4 wasserfrei). Die entstandene Wasser- und CO2-Menge wird gravimetrisch über Differenzwägung bestimmt, daraus lässt sich dann der C,H Gehalt in der Probeneinwaage berechnen. Sauerstoff aus Differenz von C und H zu 100% - klappt alles sofern keine Heteroatome im Analyten sind. Diese müssen dann in gesonderten Aufschlüssen (etwa Lassaigne oder Schöninger o.ä) bestimmt werden.

Heute macht man das nur noch äusserst selten - z.B. wenn es sich nicht um eine einheitliche, definierte Verbindung handelt. Ich habe zufällig gerade den C Gehalt einer "Huminsäure" auf diese Art und Weise zu ermitteln. Bei Reinstoffen würde man ein MS fahren und Schluss.

lg

EDIT oops Vincent schon wieder schneller :-)
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"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
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