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Alt 02.05.2006, 14:27   #3   Druckbare Version zeigen
Tino71 Männlich
Moderator
Beiträge: 6.935
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AW: Thermoanalyse von Zinksulfat

Natürlich bleibt kein elementares Zink über - Sulfationen sind ja nicht wirklich als besonders tolle Reduktionsmittel bekannt. Am Schluß haste Zinkoxid.
Was kann denn alles passieren? Klar - Hydratwasser geht raus. Alle sieben auf einen Streich? Nein, nicht unbedingt. Wieviele Hydratisomere gibts denn? Mal kucken... Es gibt neben dem Heptahydrat (Goslarit) das Hexahydrat, das Tetrahydrat (Bianchit) und das Monohydrat (Gunningit), vielleicht sogar noch was dazwischen? Wer weiß. Die genannten sind anhand von Einkristalldaten beschrieben. So. Außerdem schmilzts irgendwann und dann geht auch noch irgendwann das Sulfat kaputt - ich denke, da raucht direkt das SO3 ab. Desweiteren könnten ja noch Festkörperumwandlungen auftreten: daß kristalline Stoffe mal hin und wieder temperaturabhängig ihre Modifikation wechseln, ist ja nicht so ungewöhnlich. Mußte mal kucken, ob sowas vielleicht sein könnte, mir ist so ad hoc nix bekannt. Sind denn alle Signale endotherm?
Ich würde mal erwarten: mindestens vier Signale (womöglich mehr oder sehr breite) zwischen 80 und so etwa 130°C (Hepta --> Hexa --> Tetra --> Monohydrat --> wasserfrei), dann relativ lange nix (es sei denn, das wasserfreie ZnSO4 macht noch Modifikationsspielchen), dann den Schmelzpunkt bei etwa 600°C und schließlich bei ca. 770°C den Zersetzungspunkt. Alles endotherme Signale.
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Vor dem Gesetz sind alle Katzen grau

Geändert von Tino71 (02.05.2006 um 14:52 Uhr)
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