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Alt 22.04.2006, 14:45   #7   Druckbare Version zeigen
belsan Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.635
AW: Wasserlöslichkeit von Mono- und Polysaccariden

Damit ein Molekül in Lösung geht müssen alle Wechselwirkungen mit dem Kristallverband gebrochen werden und durch solche mit dem Löungsmittel ersetzt werden. (Bei Sacchariden in Wasser handelte es sich vornehmlich um Wasserstoffbrückenbindungen)

Je mehr der intermolekularen Wechselwirkungen im Kristallverband gebrochen werden müssen, desto unwahrscheinlicher wird es, dass alle Wechselwirkungen gleichzeitig durch solche mit Wassermolekülen ersetzt werde können. Es handelt sich um einen dynamischen Prozess, bei dem sich auch eine bereits gebildete Wechselwirkung zwischen Lösungsmittel und zu lösendem Molekül aufgbrochen werden kann und das zu lösende molekül sich zumindest teilweise wieder in den Kristallverband einfügt.

Lange Rede kurzer Sinn: je größer (länger) ein Saccharid ist, desto schwerer wird es löslich sein.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Konfiguration des Saccharids selbst. Diese bestimmt die Stärke der intermolekularen Wechslewirkungen im Kristall und in Lösung. Sind sie im Kristall weniger günstig, wird die Löslichkeit höher sein. So ist Stärke duch die Helixstruktur besser in Wasser löslich als Cellulose, die durch ihre lineare Struktur einen festeren Kristallverband bildet.
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