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Alt 19.04.2006, 18:48   #15   Druckbare Version zeigen
Sumpfi Männlich
Mitglied
Beiträge: 868
AW: was ist grösser?

Zitat:
Offenbar ist Ihnen nicht bekannt, auf welch simple Weise die "Atomradien" der Metalle aus Dichte und molare Masse bestimmt werden.
Wie gesagt darf ich hier auf den Christen verweisen in dem es IMHO sehr schön erklärt ist. Dieses Verfahren ist in der Tat etwas veraltert und nicht sehr genau.
Ich darf zitieren:
Zitat:
Der erste Versuch, Beziehungen zwischen der Atomgröße und dem Periodensystem herzustellen, stammt von L.Meyer (1870 / "Atomvolumenkurve"). Der als Atomvolumen bezeichnete Quotient aus der Molmasse und der Dichte gibt aber nur einen sehr angenäherten Hinweis auf die Größe eines Atoms, weil die Dichte einer Substanz von ihrer Struktur (d.h. der mehr oder weniger dichten Packung der Gitterbausteine im festen Zustand) abhängt.
Daher wird üblicherweise eine andere Methode verwendet.
Zitat:
Obschon die Elektronenhülle nach außen nicht scharf abgegrenzt sind, lassen sich durch Beugung von Röntgen- oder Elektronenstrahlen an Kristallen Atomradien (in den Kristallen von Metallen) und Ionenradien (in den Kristallen von Salzen) mit ziemlicher Genauigkeit bestimmen, denn in Kristallen verhalten sich Atome und Ionen angenähert als starre Kugeln, da sich ihre Elektronenhülle -wenigstens im Idealfall- nicht durchdringen.
Zitat:
Man sollte zuerst mal genau wissen, was als Atomradius gemeint ist und woher die Unterschiede kommen.
Auch dass wird hier sehr schön erklärt...
Zitat:
Bei Metallen wird die Hälfte des mittels Röntgenbeugung am Gitter bestimten Abstands zweier Kerne als Atomradius betrachtet; für die Atome der Nichtmetalle nimmt man gewöhnlich die halbe Bindungslänge einer Einfachbindung A-A als Atomradius an. (Die "Atomradien" von Metallen und Nichtmetallen sind daher kaum miteinander vergleichbar.)
...
Bei den Nichtmetallen muß zwischen den üblichen, aus den Kernabständen in Molekülen bestimmten Atomradien und den van der Waals-Radien unterschieden werden. Die letzteren entsprechen dem halben Abstand zwischen zwei Atomen von benachbarten Molekülen im Gitter. Sie sind im allgemeinen größer als die Kovalenzradien, weil zwischen den Elektronenwolken von Atomen verschiedener Moleküle keine Wechselwirkungen auftreten. So beträgt der van der Waals-Radius für Chlor etwa 175pm, der "Atomradius" jedoch nur 99pm. Für die Edelgase können naturgemäß nur van der Waals-Radien angegeben werden; sie sind mit den Atomradien der übrigen Nichtmetalle nicht vergleichbar.
...
Ich denke mal, diese unterschiedlichen Zahlen aus den Quellen beruhen dann evtl wohl darauf, dass die Begriffe nicht klar auseinandergehalten wurden.

Back at Topic: Können wir uns darauf dann einigen, dass Natrium größer ist als Magnesium?
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