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Alt 08.04.2006, 22:56   #9   Druckbare Version zeigen
Roger G. Männlich
Mitglied
Beiträge: 112
AW: Sperrflüssigkeiten

Hallo,

die Sperrflüssigkeit an sich ist nicht semipermeabel. Das Gefäß, in dem sie sich befindet, könnte dies vielleicht bewirken - mir fällt da aber keine Apparatur ein, die das sicherstellen würde.

Öffnet man bei der von Dir beschriebenen Apparatur den Gashahn, so strömt das Gas natürlich nur in eine Richtung durch Dein Gefäß mit der Sperrflüssigkeit. Springt nun aber der Schlauch vom Druckgasbehälter ab, dann kann - wenn man zum Beispiel eine Gasentwicklung im Reaktionskolben annimmt - auch Gas in die umgekehrte Richtung strömen.

Ein Beispiel aus dem Alltag: Wasser ist als Sperrflüssigkeit im WC. Es soll den Transport von "Feststoffen" (Du weißt schon, was ich meine ;-) in nur eine Richtung ermöglichen - und übelriechende Gase aus der umgekehrten Richtung abhalten. Trotzdem kommt es in manchen heruntergekommenen Mietwohnungen vor, daß Ratten den umgekehrten Weg gehen. ;-)

Um nochmal auf Deine ursprüngliche Frage zurückzukommen: Sperrflüssigkeiten sollen zwei Gasräume (z.B. Reaktionsgefäß und Umgebung (=Labor)) trennen und einen Druckausgleich zwischen beiden Gasräumen ermöglichen.

Druckausgleich heißt nicht unbedingt: genau gleicher Druck. Der Druck IN einer Apparatur ist oftmals/normalerweise höher, da die Gasblasen, die durch einen Blasenzähler gehen, gegen den (Gegen-)Druck der Sperrflüssigkeit drücken müssen. Je höher der Flüssigkeitsstand, desto höher der Druckunterschied zwischen innen und außen.

Gruß

Roger G.
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