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Alt 06.04.2006, 01:20   #17   Druckbare Version zeigen
dschinalolobridschida  
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Themenersteller
Beiträge: 18
AW: Phosphoreszierende Flüssigkeit gesucht!

ich hab hier ein paar interessante details zu nachleucht-pigmenten gefunden, ob diese pigmente jedoch die gleiche beschaffenheit aufweisen, wie die, die ich bestellt hab, weiss ich nicht....

grün:
"Dieses Pigment ist sieht bei normalem Licht blassgelblich aus. Im Dunkeln jedoch leuchtet es intensiv gelbgrün, ebenso unter UV. Das Pigment ist sehr grobkörnig und hat die Konsistenz sehr feinen Sandes. Schon mit blossem Auge kann man die Zinksulfidkriställchen erkennen. Geringe Zusätze von Cadmiumoxid regen das Zinksulfid zum Nachleuchten an. Würde man das Pigment im Mörser zerkleinern oder mit dem Glasläufer anreiben, würden die Kristalle zerstört und somit die Nachleuchtwirkung zunichte gemacht. Auch durch Säuren, bzw. saure Bindemittel zersetzt sich das Pigment unter Abspaltung von Schwefelwasserstoff. Es kann zu Dispersionsfarbe (Acryl), Öl oder Lackfarbe verarbeitet werden. Bei Öl sollte Sikkativ zugesetzt werden, am günstigsten ist jedoch eine Verarbeitung in Kunstharz, da dieses in kürzester Zeit getrocknet ist."

rot:
Dieses Rot hat gleichfalls wie das Grün eine grob-sandige Struktur, welche die Ergiebigkeit einschränkt und die Verarbeitung erschwert. Unter dem Mikropskop entdeckt man neben den farblosen Zinksulfidkristallen, die den grössten Teil des Pigmentes ausmachen zusätzlich kleine zinnoberrote Kriställchen von Cadmiumselenid, welche die Rotfärbung bewirken. Aufgrund des Gehaltes an Cadmium und Selen ist dieses Pigment giftig.

Auch das Nachleuchtrot darf lediglich angespachtelt werden, wobei wie beim Grün Acryldispersion, Öl oder Kunstharzlack in Frage kommen. Gleichfalls sollte man die Farbe in mehreren dünnen Schichten auftragen, um eine gleichmässig deckende Oberfläche zu erzielen."

blau:
"Basis dieses Blaus ist gleichfalls Zinksulfid, jedoch von einer etwas abweichenden Beschaffenheit. Als Aktivatoren dienen hier verschiedene Schwermetallverbindungen, wie Cadmium und Europium, was den hohen Preis erklärt. Darüber hinaus hat das Pigment die Eigenschaft, sich bereits unter Wassereinfluss, ja sogar unter Luftfeuchtigkeit zu zersetzen, was man an dem intensiven Schwefelwasserstoffgeruch von faulen Eiern erkennt. Aus diesem Grunde sollte man das Nachleuchtpigment Blau stets sorgfältig verschlossen aufbewahren.

Eine Verarbeitung des Pigmentes zu Dispersionsfarbe ist zwar möglich, jedoch nicht zu empfehlen, da durch den Einfluss des Wassers nur eine bedingte Haltbarkeit gegeben ist. Eine Verarbeitung zu Öl- oder Kunstharzfarbe ist problemlos möglich, allerdings ist hier auf die gleiche Weise zu verfahren, wie bei den anderen Nachleuchtpigmenten. "
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