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Alt 03.04.2006, 10:44   #4   Druckbare Version zeigen
thomassoini Männlich
Mitglied
Beiträge: 42
AW: Welche Orbitale gehen Bindung ein?

Bei der MO-theorie bilden Atomorbitale, die sich energetisch ähnlich sind, eine passende Symmetrie besitzen und die sich räumlich nahe sind molekülorbitale (MOs).
Es geht bei der MO theorie lediglich um einen Energiegewinn, sodass jedes MO, dass unter einer Energieerniedrigung mit Elektronen besetzt wird zum Zusammenhalt des ganzen Moleküls beiträgt. Umgekehrt bewirken mit Elektronen besetzte antibindende MOs eine Energieerhöhung und fördern so die Instabilität des Moleküls.
Die zwei vollbesetzten MOs s2s und s*2s heben sich in ihrer Wirkung auf (eigentlich eröht sich die Energie sogar noch leicht).
Das unterste Orbital in deinem Schema heißt übrigens s2s.
Beim p-System von O2 haben wir drei vollbesetzte bindende MOs
(s2p und zwei p2p)
sowie zwei halbbesetzte, antibindende p*2p Orbitale.
In der MO-theorie errechnet sich die Bindungsordnung eines Moleküls nun aus:
B = (Ne - Ne*)/2
Wobei Ne für die Zahl der bindenden, bzw. Ne* für die Zahl der antibindenden Elektronen steht.
Für O2 ergibt sich aus (8 - 4)/2 eine Bindungsordnung von 2.
Welches Orbital bindend und welches antibindend ist ergibt sich aus seiner Energie und aus der der Energie der Atomorbitale aus denen es entstanden ist. Bei einer Energieabsenkung, ist das MO bindend; bei einer Energieerhöhung ist es antibindend. Welche Energie ein MO hat, lässt sich quantitativ mit der Quantenchemie beantworten. Qualitativ kann man aber sagen, dass sich z.B. bei einer Kombination von zwei AOs immer ein MO mit einer noch niedrigeren Energie als das tieferenergetische AO und ein zweites MO mit einer noch höheren Energie als das energetisch höhere AO ergibt. (bei der Kombination von gleichen AtomOrbitalen wie beim O2 gibt es ebenfalls je ein tieferes und ein höheres MO)
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