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Alt 25.03.2006, 13:48   #7   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.536
AW: beeindruckende Schülerversuche

Ich denke, es macht einen riesengroßen Unterschied, wie man sog. "Showversuche" im Unterricht einsetzt:

Ich würde FKS insofern zustimmen, dass es sicherlich nicht sinnvoll ist, in einer der ersten Chemie-Stunden großartige Showversuche zu machen und damit ein Bild von Chemie zu vermitteln, was schon in den nächsten Chemie-Stunden nicht mehr aufrecht erhalten werden kann.
Aber zum Ende des Schuljahres könnte man ruhig mal eine Chemie-Show mit mehreren eindrucksvollen Versuchen machen, sofern man selbst daran Spaß hat. Hierbei finde ich persönlich es schöner, wenn man eine kleine Geschichte erzählt, die man mit Versuchen untermalt und nicht stumpf irgendwas an einander reiht.

Was ricinus angesprochen hat, ist aber etwas ganz anderes:
Wenn sich ein bestimmter Versuch dazu eignet, einen Sachverhalt besser klarzumachen, ist es doch absolut legitim, ihn auch einzusetzen. Das hat dann auch in meinen Augen nichts mit "angeberhaftem" Verhalten zu tun.
Habe z.B. selbst schon in Vorträgen, wo es um Methoden mit Chemolumineszenz und Fluoreszenz ging (z.B. Immunfluoreszenz, kinetische Mikroskopie mit fluoreszierenden Proteinen wie eGFP, Westernblots, ATP-Bestimmung...) entsprechende "Show-Versuche" eingesetzt und das ist immer gut angekommen. Wenn man bei so einem Vortrag einen großen Erlenmeyerkolben zum Leuchten bringt, haben die Zuhörer einfach eher Interesse zu erfahren, was dabei passiert, als wenn ich eine Reaktionsgleichung präsentiere und sage "bei der Reaktion wird Energie in Form von Licht freigesetzt".

Gruß,
Zarathustra
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Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
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