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Alt 07.03.2006, 23:07   #6   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.536
AW: Abfallkataster - Entsorgung Chemieabfäle

Zitat:
Zitat von kaliumcyanid
Also, wenn ich z.b. 20 Liter "schwermetallhaltige Abfälle" habe, da is das Aufreinigen wohl zu umständlich.
Dafür sind solche Dinger doch da, für die letztendliche Entsorgung. Wenn man da ein ganzes Institut hat, das wär ja nicht zu bewältigen...
Genau das ist ja der Punkt! Warum muss ich denn sämtliche Schwermetallsalze in einen Bottich kippen, der dann nurnoch zur Entsorgung taugt? Gerade in der Schule bietet es sich doch aus o.g. Gründen an, mal zu überlegen, was man alternativ mit den Abfällen machen kann...

Zitat:
Wie werden die Chemiekalien bei euch eingeordnet und entsorgt ?
Die Sachen werden autoklaviert und entsorgt... Aber ich arbeite ja auch nicht in der Chemie.
Wir haben z.B. bestimmte Lösungen, die wir mit Aktivkohle klären und wiederverwenden können, ist aber eher eine Ausnahme...

Ansonsten ist es bei einigen organisch-chemischen Arbeitsgruppen bei uns z.B. so, dass "Spül-Aceton" (was in riesigen Mengen beim Abwaschen anfällt) in eine große Destille kommt (mit ordentlicher Kolonne usw.) und redestilliert wird, um dann wieder zum Spülen benutzt zu werden. Der "Destillationssumpf", der relativ dreckig ist, wird immer wieder entsorgt, aber dennoch spart man so massenhaft Lösungsmittel-Abfälle ein und braucht auch nicht so große Mengen Aceton kaufen.

In der Schule wäre ja z.B. auch zu überlegen, ob man bestimmte organische Abfälle einfach im Abzug verbrennen kann, anstatt sie entsorgen zu lassen. Das geht natürlich nur, wenn dabei keine giftigen Gase entstehen...
Auch könnte man mal schauen, welche Konzentrationen Schwermetall-Lösungen haben, die man entsorgt. Gerade in der Elektrochemie fallen ja auch niedrig-konzentrierte Lösungen an, so dann man vielleicht schnell mal einen Behälter voll hat, ohne dass dass die Lösung jetzt riesige Schwermetall-Konzentrationen hätte...
Da könnte man vielleicht mal recherchieren und rechnen, ob es sich finanziell lohnen würde, solche Lösungen stark einzudampfen (um weniger Abfall zu haben), oder ob die aufzuwändende Zeit in keiner Relation zur finanziellen Ersparnis steht.

Gruß,
Zarathustra
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Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
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