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Thema: Cotton-Effekt
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Alt 05.03.2006, 19:02   #4   Druckbare Version zeigen
Norris Männlich
Mitglied
Beiträge: 404
AW: Cotton-Effekt

Cotton-Effekt fasst im weitesten Sinne eigentlich nur die beiden Begriffe Zirkulardichroismus (CD) und Optische Rotationsdispersion (ORD) zusammen.

CD entsteht dadurch, dass chirale Teilchen einen unterschiedlichen Extinktionskoeffizienten für das entsprechende links- oder rechts-zirkular polarisierte Licht haben, weil sie den Feldvektor des Lichts unterschiedlich drehen. Die Differenz der molaren Extinktionskoeffizienten für das unterschiedlich polariierte Licht [E(L)-E(R)] bezeichnet man als CD.

ORD ist nichts anderes als die Abhängigkeit des Drehwinkels von der Wellenlänge des Lichts.

Damit kann man chirale Moleküle unterscheiden - also deren absolute Konfiguration bestimmen.

Dann kann dieser Cotton-Effekt positiv oder negativ sein - das ist aber abhängig vom Verlauf der ORD-Kurve (positiv ist der Cotton-Effekt, wenn mit steigender Wellenlänge für den Drehwinkel zunächst ein Minimum und dann ein Maximum durchschritten wird; negativ hingegen, wenn zuerst Maximum und dann das Minimum). Zur Wellenlänge des Absorptionsmaximums wird der Drehwinkel (ORD-Kurve) null und der CD wird ein lokales Extremum. Für ein Entaniomerenpaar unterscheiden sich diese Kurven nur im Vorzeichen. Am besten, du schaust dir auch die entspr. Diagrammen an(z.B. Moderner Riedel, S.192).

Gruß,
Norris

Geändert von Norris (05.03.2006 um 19:16 Uhr)
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