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Alt 31.01.2006, 20:34   #15   Druckbare Version zeigen
utexerin weiblich 
Mitglied
Beiträge: 283
AW: Methan-->Säure?

ich erbarme mich mal grade...

Also, wie Du schon weißt geben Säuren Protonen ab. Soweit, so gut. Jetzt fragst Du Dich, warum Methan keine Säure ist, obwohl es doch so viele Wasserstoffatome hat.

Um das zu verstehen, musst Du verstehen was Elektronegativität ist. Einfach ausgedrückt ist Elektronegativität das Bestreben, Elektronen zu sich heran zu ziehen. Wenn Du mal einen Blick ins Periodensystem wirfst, siehst Du zum Beispiel dass Halogene in der siebten Gruppe stehen, dass heißt sie haben sieben Valenzelektronen, und da sie ihre Schale voll machen wollen (Stichwort: Oktett-Regel), haben sie ein großes Vermögen, Elektronen zu sich heran zu ziehen.

Um jetzt ein bei dem Methan ein Proton freizusetzen, müsste die Elektronegativitätsdifferenz von Kohlenstoff und Wasserstoff ausreichen hoch sein, sie beträt aber nur 2,55-2,1 = 0,45. Kohlenstoff hat also, einfach ausgedrückt keine ausreichend hohe Elektronegativität um das Elektron des Wasserstoffs so weit zu sich heran zu ziehen dass das Proton freigesetzt wird.

Bei einer alkoholischen Bindung, also einer O-H Bindung sieht das Ganze schon anders aus, da beträgt die Differenz 3,44-2,1=1,34. Deswegen sind Alkohole leichte Säuren.

Du kannst Dich auch mal selber fragen, warum der Kohlenstoff eine so kleine Elektronegativität hat. Wirf nochmal einen Blick ins Periodensystem und denk an die Oktett-Regel.
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