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Alt 16.01.2006, 00:16   #8   Druckbare Version zeigen
belsan Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.635
AW: Molekül-Orbital-Theorie

Da ist ein bisschen ein Problem der Darstellung und der Interpretation (wie so oft in der QM).

Das Bild mit der Interferenz beschreibt, wie es zur Bildung der MOs aus den AOs kommt. Sind die erst mal gebildet beschreiben die MOs nur noch die erlaubten Schwingunszustände.

Dargestellt werden i. d. R alle MOs, ob nun besetzt oder nicht.

Ein MO entsprich damit den Bahnen im Bohrschen Modell. Die werden auch hingezeichnet, egal ob da nun eine Elektron drauf rumfliegt oder nicht, obwohl es weder eine Bahn noch ein Orbital gibt, wenn dort kein Elektron ist

Bohr --> Bahn
MO-Theorie --> MO

Was man darstellt is eine Art mathematische Vorhersage: Das MO sähe so aus und hätte die Energie wenn sich dort ein Elektron befände.

Versucht man es etwas "greifbarer" darzustellen, mithin man betrachtet das MO als die Ausdehnung des Elektrons, so gibt es keine Orbitale so lange sie unbesetzt sind.

Wird eine Elektron aber durch Energiezufuhr angeregt, so ändert es seinen Schwingungszustand, nimmt also einen mit höherer Energie ein, und bildet dann erst das antibindende Orbital.
Dass es wie bei Bohr nur diskrete Energiniveuas gibt, liegt daran, dass sich stehende Wellen (solche sind Orbitale) nur bei bestimmten Energiniveaus ausbilden können. Das antibindende Orbital ist der nächst höhere erlaubte Schwingunszustand des Elektrons. Weil bei Besetzung dieses Orbitals aber die Bindungsnerngie abnimmt oder gar ganz verschwindet, wird die Bindung bei besetzung gelockert oder gebrochen, was diesen Energiniveaus den Namen antibindend (gegen die Ausbildung einer Bindung wirken) eingebracht hat.


Insgesamt ein bisschen ein Henne und Ei Problem.
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Gruß belsan

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Geändert von belsan (16.01.2006 um 00:48 Uhr)
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