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Alt 15.01.2006, 23:34   #6   Druckbare Version zeigen
belsan Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.635
AW: Molekül-Orbital-Theorie

Zitat:
Zitat von Milkaschokolade
Hallo,

kann mir jemand erklären, warum die Anzahl der MOs denen der AOs entsprechen muss? Ich dachte bis jetzt immer, dass sich zwei AOs zu EINEM MO addieren....
Ein Orbital beschreibt die erlaubten Schwingugszustände von Elektronen im Atom (AO) oder Molekül (MO).

Weil AOs und MOs Beschreibungen von Wellen sind, können diese Wellen bei der "Begegnung" zweier AOs kontruktiv oder destruktiv interferrieren.
Die konstruktive Interferrenz entspricht dem bindenden MO, die destruktive dem antibindenden MO.
Es gibt also zwei Möglichkeiten aus zwei AOs MOs zu konstruieren.
--> 2 MOs sind möglich.

Zwei Wasserstoffatome werden die kontruktive Interferrenz wählen, ihre Elektronen also zu einem bindenden MO konstruktiv interferrieren (in der Akkustik würde man das den Grundton nennen).
In diesem Zustand gibt es das antibindende MO als räuliche Darstellung des Schwingungszustands nicht, weil dort keine Elektronen sind. Es gibt aber, ähnlich wie beim Bohrschen Modell ein nächst höheres Energiniveau. Wird dieses von Elektronen besetzt müssen diese auch einen Raum einnehmen, der dann der Darstellung des antibindenden MOs enstpricht (In der Akkustik wäre das der 1.Oberton).


Zitat:
Und warum liegt das antibindene MO energetisch ungünstig, soll heißen, warum hat es mehr Energie?
Das antibindende Orbital hat einen Schwingungsknoten mehr als das bindende und entspricht damit einer höheren Energie.

Auch hier hilft ein Vergleich mit der Akkustik.
Der Grundton klingt tiefer als der erste Oberton. Der Oberton hat also eine höhere Energie was sich u. a. in der größerern Anzahl an Schwingungsknoten zeigt.
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Gruß belsan

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