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Alt 05.01.2006, 15:58   #1   Druckbare Version zeigen
Cbn5 Männlich
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Themenersteller
Beiträge: 17
VB-Modell: XeF2

Hallo Alle,

ich lerne gerade das VB-Modell von Pauling.
Die Hybridisierung von Kohlenstoffatomen in diversen organischen Verbindungen ist relativ einfach, jedoch ergeben sich bei vielen anorganischen Verbindungen Fragen.

Wie z.B. ist das Xenon-Atom in einer XeF2-Verbindung hybridisiert?
Die Elektronenkonfiguration des Xenon im Grundzustand lautet [Kr]4d(10)5s(2)p(6)

Im VSEPR-Modell ist das Molekül trigonal-bipyramidal koordiniert mit 3 freien Elektronenpaaren in der Äquatorialebene (ideale tigonal-planare Anordnung).

Da das Xenon zur Ausbildung der kovalenten Bindungen 2 freie ungepaarte Elektronen in Hybridorbitalen benötigt, muss zunächst die Edelgaskonfiguration aufgebrochen, die entsprechenden Elektronen also angeregt werden.

Nun Frage ich mich welche Elektronen aus welchen voll besetzten Orbitalen, welche leeren Orbitale besetzen und wie diese dann Hybridisiert werden.

Rein energetisch betrachtet, liegt das 6s-Orbital direkt über dem vollbesetzten 5p-Orbital. Wird nun ein Elektron in dieses 6s-Orbital geschubst und dieses hybridisiert mit dem einen nun freien 5p-Orbital zu zwei sp-Hybridorbitalen?
Dann würde aber die Vorhersage des VSEPR-Modells nicht mehr stimmen, da die 2 besetzten p-Orbitale sich in der Äquatorialebene gleichmäßig anordnen würden und das ganze Molekül dadurch eine oktaedrische Geometrie bekommen würde.

Eine zweite Frage habe ich auch noch: Kann ich auch vollbesetzte Orbitale bei der Hybridisierung mit einbeziehen? Beim NH3 wäre das ja beispielsweise sehr günstig. Dann hätte ich 4 sp-Hybridorbitale, von dem eines 2-fach besetzt wäre (freies Elektronenpaar) und 3 halbbesetzte, sodass sich genau die für das NH3 typische tetraedrische Anordnung ergeben würde.

Ich hoffe jemand findet die Zeit meine blöden Fragen zu beantworten

Grüße,

Sebastian
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