Anzeige


Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 05.01.2006, 14:10   #2   Druckbare Version zeigen
Tino71 Männlich
Moderator
Beiträge: 6.935
Blog-Einträge: 41
AW: Hife bei Symmetriebestimmung einer Struktur

hexagonale Laves-Phase? Schööön... *kuschel*, die mag ich.
Na - jetzt kuckste Dir mal das Hermann-Mauguin-Symbol (am besten das Langsymbol) genau an. Da steht schonmal das, was man den Generator nennt:

P 63/m 2/m 2/c

- ne 63-Schraubenachse entlang [001],
- senkrecht dazu ne Spiegelbene,
- entlang [100] eine zweizählige Drehachse,
- senkrecht zu [100] ne Spiegelebene,
- entlang [110] ne zweizählige Drehachse und
- senkrecht zu [110] ne c-Gleitspiegelebene.
Das ist alles, was nötig ist, um die Gruppe zu erzeugen - der Generator der Gruppe. Zusätzlich tauchen jetzt aber noch n paar Symmetrielemente auf, die aus den genannten erzeugt werden. Zum Beispiel entsteht immer dort, wo sich drei Spiegelebenen oder Gleitspiegelebenen schneiden, automatisch ein Inversionszentrum. Wo sich zwei Spiegelebenen schneiden, ist immer eine zweizählige Achse. Und so weiter. Hier entstehen desweiteren noch dreizählige Achsen, dreizählige Drehinversionen, sechszählige Achsen und sechszählige Drehinversionen. Die muß man aber nicht explizit angeben, weil die ja aus dem Generator folgen.
Alle Symmetrieoperatoren einer Gruppe (man vergesse nicht das triviale Identitäts-Element 1!!) sind im Raumgruppenband der International Tables for Crystallography direkt unter dem Symmetrie-Bildchen (das bei so hochsymmetrischen Gruppen wie hier schon komplett verwirrend ist) angegeben. In dieser Gruppe sind es 24 Stück. Man schlage gegebenenfalls nach.
__________________
Vor dem Gesetz sind alle Katzen grau
Tino71 ist offline   Mit Zitat antworten
 


Anzeige