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Alt 02.01.2006, 12:26   #6   Druckbare Version zeigen
Tigurius Männlich
Mitglied
Beiträge: 82
AW: Fragen rund ums Katalytische Cracken von Paraffinöl

Das Cracken ist eine Homolyse chemischer Bindungen. Du kannst also entweder die C-C-Bindungen oder die C-H-Bindungen spalten (Pyrolyse).

Homolyse bedeutet, dass du die Elektronen der Bindung gleich auf beide Bruchstücke verteilst. Es entstehen somit Radikale.

Wenn du bei Oktan die C1-C2-Bindung spaltest entsteht ein Methylradikal und eine Heptylradikal. Gleichzeitig entstehen bei Spaltung der C2-C3-Bindung eines anderen Moleküls auch Ethyl- und Hexylradikale...

Diese unterschiedlichen Radikale können sich dann mit anderen Radikalen wieder zusammensetzen.

Nun kann auch eine C-H-Bindung aufspalten. Das H-Atom nimmt sein Elektron und bindet sich an ein anderes Radikal und bildet ein Alkan (Wasserstoffabstraktion)

Das verbliebene Elektron des ursprünglichen Alkans bildet mit dem Elektron des Radikals eine Doppelbindung aus, und wird somit zum Alken.

Möglich sind also alle Alkane vom Methan bis keine Ahnung wie lang und verschiede Alkene.

Jetzt stellt sich die Frage in welche Richtung man Cracken will. Wenn du unter Wasserstoff arbeitest, erhälst du ja möglichst kurze Produkte und wenige Alkenen.

Geändert von Tigurius (02.01.2006 um 12:33 Uhr)
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