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Alt 28.12.2005, 13:57   #3   Druckbare Version zeigen
Tino71 Männlich
Moderator
Beiträge: 6.935
Blog-Einträge: 41
AW: rechnen mit dem kl von AgCl

Herzlich willkommen im Forum!

Doch, da löst sich immer noch was - nur halt zeimlich wenig. Schau dir die Formel fürs Löslichkeitsprodukt mal an:

K(AgCl) = c(Ag+) * c(Cl-) = 10-10 mol2/l2

Je mehr Chlorid drinne ist, desto weniger Silberionen dürfen drinne sein, damit das Produkt diese Konstante K ergibt. Gebe ich nur AgCl in Wasser, dann ist c(Ag+) = c(Cl-). Aber gebe ich zusätzlich noch Chlorid rein, dann ist das nicht mehr der Fall. Wieviel Silberchlorid sich in einer chloridhaltigen Lösung noch löst, kann ich dann aber ausrechnen:

c(AgCl) = c(Ag+) = K(AgCl) / c(Cl-), wobei c(Cl-) hier genaugenommen die Konzentration des Chlorids aus NaCl [i]plus[i] des Chlorids aus sich lösendem AgCl sein muß, man kann aber, da das Chlorid aus NaCl den sehr stark überwiegenden Teil ausmacht, die Näherung machen, für c(Cl-) nur die 10-2 aus dem NaCl einzusetzen. Der Fehler, den man da macht, ist winzig. Jetzt setz mal ein und kuck, was rauskommt und vergleichs mit der Ag-Ionen-Konzentration in einer gesättigten AgCl-Lösung ohne Kochsalzzusatz.

"Gar nichts" löst sich nur dann, wenn KL unendlich groß ist. Das ist nicht mal für HgS oder Quecksilbermetall der Fall. Ein Fitzelchen löst sich immer.
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Vor dem Gesetz sind alle Katzen grau
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