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Thema: Zink und Iod
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Alt 12.12.2005, 21:44   #4   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Zink und Iod (Hilfe)

Hallo

soweit ich das überblicke, sind Ihre Rechnungen schon mal richtig. Ich kenne den Versuch so, dass man Zinkmetall mit einer methanolischen Iodlösung reagieren lässt...ich mutmasse mal ein bisschen : wenn man den gleichen Versuch mit Magnesium statt Zn durchführt, stellt man fest, dass in Gegenwart von Wasser ein deutlicher Mehrverbrauch an Magnesium auftritt. Ich nehme an, dass Magnesium auch als Mg(OH)I in Lösung geht (erkennbar auch an der Gasentwicklung (H2), und dadurch reagiert natürlich mehr Mg, als man aufgrund der Iodmenge erwarten würde. Ich denke jetzt, dass mit Zn (das ja nicht unähnlich mit Mg ist in dieser Hinsicht) in etwa das gleiche passiert. Es bildet sich Zn(OH)I oder [Zn(OH)]+ oder wie auch immer man das formulieren möchte, jedenfalls wird durch das Anätzen des Zn mit I2 die Oxidation durch Wasser plötzlich möglich, die ja üblicherweise bei Zink durch die Passivierung (Schutzschicht aus ZnO)gehemmt ist. Von den Redoxpotentialen her würde man ja nichts anderes erwarten. Der Fehler in der Versuchsdurchführung besteht also in der Zugabe von Wasser. Mit methanolischer Iodlösung oder besser noch Iod in einem anderen polaren, aprotischen LöMi würde es besser klappen.

Zu ihrer anderen Frage : sie haben mit Aceton gewaschen um die Zinkreste vom anhaftenden ZnI2 zu befreien und sie nachher trocken zu bekommen (Aceton löst nämlich ZnI2 und ist leicht flüchtig). Zum Reinigen in diesem Fall also das Lösemittel der Wahl.

lg
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"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
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