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Thema: Atome
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Alt 29.11.2005, 21:58   #9   Druckbare Version zeigen
RE ch Männlich
Mitglied
Beiträge: 135
AW: Atome

Wollen wir doch aber mal versuchen, ein bisschen leicht verständlich die sache mit dem Bohrschen Atommodell zu erklären - vielleicht doch auch mit etwas Orbitaltheorie...!

Dass auf alle anderen Schalen außer K nur 8 Elektronen passen, stimmt nicht. Bei Bohr ist die Zahl z an Elektronen, die auf eine Schale passen gleich:

z = 2 n2. n bezeichnet dabei die Zahl der Schale.
Das geht auch gar nicht anders, weil sonst viel mehr Schalen nötig wären, bedenken wir als Beispiel Radon mit seinen 86 Elektronen.

@alle Orbitalleute: wenn wir die Orbitale mit ihren maximalen Besetzungszahlen angucken, kommen auch wir drauf, dass nicht mehr Elektronen auf ein Energieniveau passen...

Die Elementfamilien sind so angeordnet, weil sie die "gleiche" Elektronenkonfiguration besitzen: alle Elemente der 1. Hauptgruppe haben 1 Außenelektron, die der 2. 2 usw., dabei fängt man ja bekanntlich bei dem Element mit den wenigsten Elektronen an ... Wasserstoff.

Das mit den alpha-Strahlen find ich auch schon fast etwas hoch. alpha-Strahlen sind ja Heliumkerne, die bei Kernspaltungsprozessen entstehen. Damit ist klar: einer von 100.000 He-Kernen trifft einen Atomkern bei Bestrahlung.

Und das mit der K-Schale und der Erklärung, ja das is in der 9 schwierig!
Stell dir das mal einfacherweise so vor:
Jede Schale ist in verschiedene Unterformen unterteilt, das nennt man Orbital.
Orbitale haben 4 Formen: s,p,d und f. Auf jedes einzelne Orbital passen 2 Elektronen, und von s gibt es nur eine Form. Die Bohr'sche K-Schale besteht nur aus einem s-Orbital - damit kann sie nur 2 Elektronen haben.
Noch zur Ergänzung: bei p gibt es 3 Formen - also 6 Elektronen passen drauf.
Die L-Schale hat dann damit 1 s-Orbital und 3 p-Orbitale. Du kommst auf 8 Elektronen, komisch oder?! d hat dann 5 und f 7 Formen - rechne mal nach, das stimmt mit Bohrs Schalen überein; jede weitere Schale hat dann noch eine weitere Form an Orbital.

Wenns jetzt ein wenig viel war, sorry, aber vielleicht hab ich geholfen.
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Manus manum lavat. Sed errare humanum est. Audiatur et altera pars.
Und der beste Spruch für alle Verfechter der ultimativen Leistungsgesellschaft: Ora et labora! - Bitte (um weniger Schmach) und leide (zeitlebens an Überarbeitung)!
Et semper idem est.

Gruß Rico.
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