Anzeige


Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 24.11.2005, 09:39   #8   Druckbare Version zeigen
belsan Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.635
AW: Bindungsverhältnisse von SF6 und PCl5 - Vormals Ionenbindung

Sowohl SF6 als auch PCl5 verletzen die Oktettregel.
Das wäre an sich kein Problem, denn der Schwefel hat sechs Valenzelektronen und der Phophor fünf, womit die Bindung zu 6 Fluoratomen bzw 5 Chloratomen im Prinzip schon geht.
Das Probelm liegt darin, dass nicht genug Orbitale (s und p) vorhanden sind.
Die würden jeweils nur maximal vier Bindungen erlauben (4 Orbitale mit 2 Elektronen pro Bindung --> 8 Elektronen --> Oktettregel).
Die Bindungsverhältnisse der gennaten Verbindungen werden normalerweise mit der Einbeziehung der leeren 3d-Orbitale erklärt.
Konkret sagt man es handele sich beim SF6 um ein sp3d2Hybrid.
Neuere, genaue quantenmechnische Berechnungen zeigen aber, dass es sich wohl um so genannte Mehrzentrenbindungen handelt und die d Orbitale wohl doch keine so große Rolle spielen.

Die Sache ist also schon etwas komlizierter.
Für den Hausgebrauch würde ich es weiter mit der Einbeziehung der d-Orbitale begründen.
__________________
Gruß belsan

Fachfragen bitte im Forum stellen und nicht per PN.

Geändert von belsan (24.11.2005 um 10:00 Uhr)
belsan ist offline   Mit Zitat antworten
 


Anzeige