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Alt 22.11.2005, 22:18   #26   Druckbare Version zeigen
belsan Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4.635
AW: Sinn und Unsinn des Salzbegriffs

@ricinus
Nicht dass wir uns wieder missverstehen. Ich sprach von rein stoffchemisch. Ich habe nichts gegen Stoffchemie. Besonders in der Anorganik kommt man da nicht weit, aber auch die Organik ist ohne ein Grundgerüst an Stoffkenntnis nicht zu bewerkstelligen. Ich würde aber behaupten wollen, dass auch der Stoffchemiker recht häufig in Konzepten und Modellen denkt und seien es die eigenen
IMO geht das eine ohne das andere nicht.
Ein schönes Beispiel ist der Trennungsgang, der meist nur nach Rezept stoffchemisch betrieben wird (habe sehr drunter gelitten), aber dessen Logik über eine konzeptuellen Ansatz in weiten Teilen auch verstanden werden kann (leider zu spät ).

Was die Ausbildung betrifft, gehe ich mal davon aus das nur ein Bruchteil derer, die in den Genuss von Chemieunterricht kommen, tatsächlich später in die Materie tiefer einsteigen. Daher denke ich, dass hier ein konzeptuelles Denken hilfreicher als reine Stoffchemie ist, um etwas Einblick in die chemische Methodik zu bekommen (persönliche Meinung ohne Absolutheitsanspruch) und damit im besten Fall ein Handwerkszeug in der Hand zu haben, dass eigene Beurteilung zuläßt.

Über die EN kann man sich trefflich streiten, da bin ich nach wie vor der Aufassung, dass sie eine sehr nützliche Größe ist und habe hier auch noch nichts wirklich entkräftendes gelesen.
Für mich ist das bisherige Ergebnis der Diskussion, dass die Probleme weniger in der Größe als solcher liegen, als vielmehr in dem etwas schlampigen Gebrauch der Begriffe Salz (auch meinerseits) und ionischer Bindung.
Für den Salzbegriff hat meiner Meinung nach KCN bisher die richtigste "Definition" gegeben.
Zitat:
Zitat von kalyiumcanid
Dürfte wohl so ähnlich wie mit dem Begriff der Alkaloide sein...Das ist ja auch nicht wirklich definiert.

Ein weiteres Ergebnis ist, dass ich denke ich sollte für die Abschaffung der "didkatischen" Grenzwerte (1,7 und 0,5) für die Einteilung ionischer und kovalenter Bindungen plädieren. Je länger ich darüber nachdenke, desto unsinniger werden diese Grenzwerte.
__________________
Gruß belsan

Fachfragen bitte im Forum stellen und nicht per PN.

Geändert von belsan (23.11.2005 um 00:51 Uhr)
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