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Alt 21.11.2005, 14:47   #4   Druckbare Version zeigen
Edgar Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.044
AW: Bleistiftanspitzer

Vor allem letzteres ist wichtig. Massenteile müssen schon im ersten Arbeitsgang möglichst perfekt sein.
Da Spitzer mechanisch ganz schön beansprucht werden ( Halterung der Klinge) ist Kunststoff nicht so gut.
Bleibt Metalldruckguss. Dafür ist Al oder Mg geeignet. Ein wichtiger Kostenfaktor beim Druckguss ist die Herstellung der Form: Sie muss aus Stahl als handgearbeitetes Einzelstück herausgearbeitet werden und ist dementsprechend teuer. Jetzt kommt die Standzeit ins Spiel: Diese Formen verschleissen, genau so wie die Nachbearbeitungswerkzeuge (Gewinde für die Klingenbefestigungsschraube, entgraten, Abtrennen des Gusskanals).
Dazu wählt man diejenige Legierung die insgesamt die meisten Vorteile hat. Es kann dabei durchaus sein dass das Metall etwas teurer ist, wenn die Werkzeuge dafür billiger werden.
Da spielen sogar solche Fragen wie die nach der Spanlänge eine Rolle: Kurz brechende Späne machen in Automaten weniger Ärger wie lange - es ist also besser ein relativ sprödes Metall einzusetzen als ein zähes. Entscheidend ist was unter dem Strich herauskommt.
Hat Mg die Nase vorn: voila!
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