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Alt 10.11.2005, 11:11   #6   Druckbare Version zeigen
belsan Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.635
AW: molekulare Atombindung

Zitat:
Zitat von annika_0077
ich würd nur gern wissen was NMA heißt (soll den Bindungstyp beschreiben) und woran ich erkennen kann ob die substanz hoch-oder niedermolekular ist
Eine etwas unfangreichere i-Net Recherche hat nichts zu Tage gefördert, was die Abkürzung NMA irgendwie mit chemischen Bindungen in Verbindung bringt.
Die von mir gefundenen Bedeutungen reichen von
N-monomethyl-arginin
bis
Nederlandse Mededingingsautoriteit

Kurz ich kann dir nicht sagen was die Abkürzung bedeuten soll.

Zum Rest.
Zitat:
z.b. sie ist nicht in wasser löslich und auch kein el.Leiter (weder fest noch flüssig), außerdem hat sie einen sehr hohen schmelzpunkt.
daraus folgt die Klassifizierung als kovalente Bindung (hochmolekular-woran auch immer man das erkennt)
Das ist eine etwas untypische Eigenschaftskombination und trifft eigentlich nur auf Verbindungen wie Diamant und Siliciumcarbid zu.

Zitat:
eine andere Substanz ist auch nicht in wasser löslich und ein isolator, sie hat aber einen niedrigen schmelzpunkt (unter 100°C)
die klassifizierung ist jetzt NMA, eine niedermolekulare Bindung oder so
Das ist eine Beschreibung, die auf viele Molekülverbindungen zutrifft.

Damit wird etwas klarer, was der Autor des Textes bzw. der Aufgabe meint.
Im ersten Fall (z. b.Diamant) ist das gesamte Kristallgitter aus kovalenten Bindungen aufgebaut. Mithin jeder Diamant ist ein einziges Molekül. Zum aufbrechen der Kristallstruktur (Schmelzen) müssen kovalente Bindungen gebrochen werden, was einen sehr hohen Schmelzpunkt zur Folge hat (hier z. B. ca. 3800 °C)

Im andern Fall liegt ein so genanntes Molekülgitter vor. D. h. die einzelnen Moleküle werden über secundäre chemische Bindungen (van der Waals, Dipol-Dipol, Wasserstofbrücken) im Kristal zusammengehalten. Ein solcher Kristall besteht aus sehr vielen Molekülen. zum Schmelzen müssen nur die relativ schwachen secundären chemischen Bindungen gebrochen werden,was einen niedrigeren Schmelzpunkt zur Folge hat.

Damit könnte man den ersten Fall als hochmolekular, den zweiten als niedermolekular bezeichnen, wobei die einzelnen kovalenten Bindungen ziemlich identisch sind und es somit keinen Sinn macht hier eine Unterscheidung für die Art der Bindung zu treffen.

Wie gesagt, die Bedeutung von NMA muss ich Dir schuldig bleiben, weil das keine Abkürzung bzw. kein Begriff ist der in der chemischen Terminologie gebräuchlich ist. Womöglich benutzt man ihn in einer Nebendisziplin (da gibt es öffter mal unübliche Wortkonstrukte). Wahrscheinlicher scheint mir aber, dass das wieder mal ein Fall von didaktischer Aufbereitung ist, die das nicht ganz eingängige Thema Chemie unnötig weiter kompliziert und auf eine falsche Fährte lockt.
__________________
Gruß belsan

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Geändert von belsan (11.11.2005 um 11:15 Uhr)
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