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Alt 07.11.2005, 11:16   #8   Druckbare Version zeigen
zweiPhotonen  
Mitglied
Beiträge: 7.407
Blog-Einträge: 122
AW: stabile elektronenkonfigurationen

Moin!

@Acetophenon, ehemaliges Mitglied:
Das Ausbleiben der Antwort könnte auch noch andere Gründe haben:

Generell wird verlangt, dass sich die Erklärung physikalisch-chemischer Probleme wie z.B. Gesetzmässigkeiten bei den Ionisierungsenergien griffig in einem Satz zusammenfassen lässt.
Danach ist nämlich die Aufnahmebereitschaft des Erklärungssuchenden erschöpft und die Merkfähigkeit sinkt rapide. Will sagen: Der Informationssuchende ist garnicht an ausführlichen Erklärungen interessiert; es bleibt nichts hängen. Das jedenfalls ist meine Erfahrung aus dem Forum und aus der Betreuung etlicher Praktika.

Damit einher geht, dass für die Beantwortung der oben gestellten Frage noch etwas weiter als bis zum Austauschintegral ausgeholt werden sollte. Das Schlagwort allein dürfte nicht reichen, weil -so vermute ich- die quantenmechanischen Grundlagen fehlen.
Oftmals ist es auch so, dass Gesetzmässigkeiten nur in nullter oder erster Näherung vo einem Parameter (z.B. hier der Gruppennummer des PSE) abhängen und bei genauerem Hinsehen auch noch andere Dinge mit berücksichtigt werden müssen.

Wenn ihr also nach simplen Modellen verlangt, dann stellt doch bitte Fragen, die mit "Ja" oder "Nein" geklärt werden können.

Im übrigen bin ich der Ansicht, dass das Forum kein angemessener Platz ist, um Grundlagen zu vermitteln, die in Bücher vielfach geschrieben stehen. Fragen wie
Zitat:
Das günstigere Austauschintegral.
..
aber was heisst das?
lassen sich m.E. nur im persönlichen Dialog beantworten, weil sich dann am Gesichtausdruck des Zuhörers erkennen lässt, wo denn noch Erkärungsbedarf besteht.
Ich finde es traurig, dass anscheinend immer mehr das Internet als Wissensquelle herhalten muss und keiner mehr bereit ist, sich durch eine Frage an den Dozenten der "Unwissenheit" zu bekennen.

Übrigens:
könntet ihr euch vorstellen, dass
a) die niedrigere Elektronenaffinität des Fluors gegenüber dem Chlor dadurch zu veranschaulichen ist, dass die acht Elektronen im 2p-Orbital näher aufeinander "hängen" als im 3p-Orbital, welches einen größeren Raum einnimmt?

b) die niedrigere Ionisierungsenergie des Sauerstoffatoms gegenüber dem atomaren Stickstoff dadurch zu veranschaulichen ist, dass sich e-/e-Abstossungsenergie bei den drei im 2p-Orbital des O verbliebenen Elektronen so stark verringert, dass die I.E. kleiner ist als beim N (dort sind ja von vorneherein nur je ein Elektron je p-Orbital vorhanden und der 'Effekt' kommt nicht zum tragen).

Das wären meine Vorschläge für eine Erklärung ohne das Wort "Austauschintegral" verwendet zu haben - ich behaupte nicht, dass sie der Wahrheit entsprechen und garantiere auch nicht dafür, dass sie in Prüfungssituationen anerkannt werden. Ihr könnt sie ja an anderen Beispielen testen und nachschlagen, ob es mit quantenmechanischen Ergebnissen zu vereinbaren ist.

Grüße
Wolfgang
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Wenn es einfach wäre, hätte es schon jemand gemacht!

I said I never had much use for it. Never said I didn't know how to use it.(M. Quigley)
You can't rush science, Gibbs! You can yell at it and scream at it, but you can't rush it.(A. Sciuto)

Wer durch diese Antwort nicht zufriedengestellt ist, der möge sich bitte den Text "Über mich" in meinem Profil durchlesen und erst dann meckern.
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