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Alt 19.10.2005, 15:42   #11   Druckbare Version zeigen
Tino71 Männlich
Moderator
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AW: Kohlenstoff als Halbleiter?

Fullerene kristallisieren in der kubisch dichtesten Kugelpackung (ach nee, nac sowas! ), ebenso die Fulleride. Die Kationen hocken dann in Lücken (in einer dichtesten Packung gibt es pro dichtest gepackter Kugel 1 Oktaeder- und 2 Tetraederlücken). Aber nicht in den Fußbällen - dazwischen!
Daß die Fulleride supraleitend werden, ist nicht weiter schlimm - das wird jeder metallischer Leiter irgendwann die Sprungtemperatur von K3C60 liegt *nachschlag* bei 19.3K (Lit.: Holczer, Karoly; Klein, Olivier; Huang, Shiou-Mei; Kaner, Richard B.; Fu, Ke-Jian, "Alkali-fulleride superconductors - Synthesis, composition, and diamagnetic shielding", Science (ISSN 0036-8075), vol. 252, May 24, 1991, p. 1154-1157), also im "langweiligen" Bereich. Fulleride sind eben Metalle. *gähn*
Das mit den Nanotubes ist viel viel interessanter. Da basteln viele Leute dran, diese Nanotubes als Basis völlig neuer Chips zu verwenden. Mit geknickten Nanotubes kann man z.B. Transistoren bauen, andere Nanotubes kann man als "Kontaktierkabel" kleinster Baueinheiten nehmen, man kann manche sogar als Elektron/Pnoton-Kopplungen für optische Rechner einsetzen, es ist wahnsinnig vielfältig, was die Nanotubes alles können.
Problem: phasenreine Herstellung der Teufelsdinger. Klappt nicht so wirklich. Kommt vielleicht noch.
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Vor dem Gesetz sind alle Katzen grau
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