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Alt 16.09.2005, 15:55   #3   Druckbare Version zeigen
ThomasH Männlich
Mitglied
Beiträge: 856
AW: (laienhafte ?) Frage über Edelgase

also vorneweg, du befindest dich in der 8.HG, wie du schon gesagt hast. Elemente unterscheiden sich durch ihre Protonenanzahl. Nach unten hin werden es immer mehr. Um elektrisch neutral zu bleiben, müssen die Atome ebensoviel Elektronen wie Protonen aufweisen.

wenn die Kerne größer werden, müssen also mehr Elektronen her...diese müssen irgendwo hin, also wird das Atom zunehmend größer. He ist recht klein, Xenon hingegen schon ein dicker Brummer.

Jetzt zum Siedepunkt: ob ein Stoff gasförmig, flüssig oder fest ist, hängt von den Wechselwirkungen der Atome untereinander ab. Je mehr diese wechselwirken, desto stärker ist ihr Zusammenhalt -> sie bleiben z.b. eher flüssig. Da gibt es letztendlich unterschiedliche Faktoren...da wir hier bei den Edelgasen sind, welche nicht geladen sind, liegen nur schwache WW vor.

z.b. WW zwischen induzierten Dipolen:
geh mal davon aus, dass die Elektronenhülle nicht überall gleich ist...irgendwo is bissel mehr ladung als anderswo. dadurch kann ein atom dass an einer stelle bissel positiver ist, an eine leicht negative stelle eines anderen atoms "andocken" das ganze is natürlich rasend schnell und wechselt andauernd. Aber es liegt eine gewissen Anziehung vor.
Im kleinen He ist nicht viel Platz für solche Ladungsunterschiede...daher findet hier auch weniger WW statt.
Das große Xe ist viel weicher, lässt sich leichter polarisieren, d.h. es lassen sich leichter Dipole induzieren. daher klappts das mit der WW hier besser -> der Zusammenhalt ist stärker -> die Atome bleiben eher flüssig als im He.
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