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Alt 11.08.2005, 01:30   #1   Druckbare Version zeigen
Kabelsalat Männlich
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Themenersteller
Beiträge: 18
Frage Platinen ätzen mit HCL + H2O2: Anschließende Lagerung + Entsorgung

Ich stehe kurz davor meine ersten Platinen zu fertigen. Den Belichter habe ich nun schon vor über einem halben Jahr gebastelt und jetzt nach etlichen Verzögerungen kann es hoffentlich bald losgehen.

Wegen dem vergleichsweise simplen Ätzvorgang habe ich mich für HCL + H2O2 als Ätzmittel entschieden. Der Ätzvorgang an sich bereitet mir keine weiteren Sorgen und auch die Chemikalien sind einfach zu beschaffen. Die Probleme fangen jedoch danach an: Wie Lagere bzw. Entsorge ich das ganze?

Ein Vorteil dieser Lösung ist, dass sie sich wiederverwenden lässt, aber das bedeutet, ich muss sie einlagern - aber wie? Kann das Risiko (?) eingehen und das ganze in einen geschlossen Behälter ( Benzinkanister o.ä., also kein Glas ) packen, ohne dass mir das ganze irgendwann um die Ohren fliegt? Welche alternativen Lagermöglichkeiten bestehen ( Ich kann in einem Hobbykeller schlecht eine offene Flasche Ätzmittel stehen lassen, die zum einen kippen könnte und deren Ausgasungen wahrscheinlich auch noch jegliches Metall angreifen ) ?

Falls das bedeutet, das eine Einlagerung nicht möglich ist, müsste ich sie auf die schnelle Entsorgen. Mein Chemielehrer meinte eine Entsorgung in den Abguss sei nach vorangegangener Neutralisation mit Hilfe der Entwicklerlösung ( NaOH ) kein Problem ( PH-Wert natürlich überprüft ). Der Kupfergehalt sei gering genug... Soweit so gut, bloß im I-Net finde ich viele gegensätzliche Behauptungen, die einem eine Entsorgung auf diese Weise ausreden, da sie umweltschädlich und gesetzeswidrig sei.

Zitat:
Am besten kann man verbrauchte Ätzlösungen bei den Problemstoff-Sammelstellen
abgeben. Selber entsorgen sollte man sie nur, wenn man fundierte Fachkenntnis-
se und Analysemethoden hat. Der derzeitige Grenzwert für Kupfer von 0.5mg/l
ist mit Amateurmethoden nicht zu erreichen und schon gar nicht zu überprüfen.

Die Strafen, wenn man bei einer unerlaubten Einleitung erwischt wird, sind
-- zurecht -- sehr hoch. Wenn in der Kläranlage die biologische Klärstufe
'umkippt' und die Bakterien absterben ist das eine ziemlich teure Sache.
Wenn sowas öfter passiert werden garantiert einige Leute neugierig und
machen sich auf die Suche. Mit modernen Analysenmethoden (AAS) lassen sich
auch noch geringste Spuren von Schwermetallen feststellen, teilweise sogar
mit einer Art 'Fingerabdruck' in der Zusammensetzung. In Rissen und an Vor-
sprüngen in den Abwasserrohren können sich Salzablagerungen bilden, die sich
eine ganze Zeitlang halten. Wenn man Pech hat, legt man sich selbst eine Spur
bis zur eigenen Schüssel! Tja, und wenn dann die Leute erstmal einen 'Schul-
digen' haben wird's sehr teuer: Neben den Ermittlungskosten und dem Bußgeld
bekommt man mit Sicherheit auch alle bisher ungeklärten Schäden dieser und
ähnlicher Art aufgebrummt. Sowas kann für Privatpersonen den finanziellen
Bankrott auf Lebenszeit bedeuten! Sorry, wenn das etwas nach 'Panikmache' klingt,
aber die Bestimmungen sind nunmal sehr streng und werden von den Behörden auch
glashart durchgesetzt. Da ist es wesentlich einfacher und sicherer, die Abfälle
in einem Kanister zu sammeln und vielleicht einmal im Quartal zur Sammelstelle zu
bringen.
Diese Aussage ist zwar etwas widersprüchlich ( "Der derzeitige Grenzwert für Kupfer von 0.5mg/l
ist mit Amateurmethoden nicht zu erreichen", aber dennoch sollte man aus rechtlichen gründen nicht auf diese Weise entsorgen ), aber dennoch klar: Geb' das verdammte Zeug bei den Sammelstellen ab. Eigentlich ist dagegen ja nichts einzuwenden und ich würde diese Variante definitv bevorzugen, aber dann stehe ich wieder vor dem Problem der Lagerung...

Hoffentlich könnt ihr mir bei dieser Sache weiterhelfen!

Danke!
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