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Alt 24.07.2005, 19:03   #17   Druckbare Version zeigen
Tino71 Männlich
Moderator
Beiträge: 6.935
Blog-Einträge: 41
AW: kristall und metallgitter

Daß es kein hexagonales Aluminium oder kubisches Magnesium gibt, ist auch für mich eines der allergrößten Wunder der Natur...

Die Antwort, wann und für wen welche Packung nu endlich die stabilere ist, ist ein recht winziger Unterschied in der Bandstruktur.
Kukstu hier:
http://ruby.chemie.uni-freiburg.de/Vorlesung/Gif_bilder/Intermetallische/dos_al.jpg
und
http://ruby.chemie.uni-freiburg.de/Vorlesung/Gif_bilder/Intermetallische/dos_mg.jpg
und
http://ruby.chemie.uni-freiburg.de/Vorlesung/intermetallische_2_3.html
Da gibt es DOS-Plots (Density Of States) der Bandstruktur für einfache Beispiele (Al oder Mg), die beinahe identisch aussehen - nur bei dem winzigen Gezappel bei höherer Energie unterscheiden sie sich ein kleines bißchen - und genau dieses Gezappel ist der Grund.
Um mit diesen DOS-Plots was anfangen zu können, muß man sich in die Brillouin-Zonen begeben, was das Verständnis des k-Raums (ein Impulsraum) voraussetzt. Deswegen:
Zitat:
... will hier keiner wissen


Die Metalle nehmen's dabei allerdings besonders genau. Es gibt schon lange den Plan, dem Al mal so viel Energie zuzuführen (als Druck z.B.), damit es theoretisch hexagonal werden könnte - aber gelungen ist noch niemandem eine solche Phasenumwandlung. Genauso, wie manche Leute sich beim Versuch, hexagonales Kochsalz zu machen, graue Haare holen...

Fazit:
Das Gezappel in der DOS bei hoher Energie ist der Grund.
__________________
Vor dem Gesetz sind alle Katzen grau
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