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Alt 12.07.2005, 20:13   #40   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.537
AW: In welcher Verdünnung kann Salzsäure die Haut des Menschen verätzen?

Zitat:
Zitat von Ich2
hab mal gehört dass HF durch die haut geht und dann zu innerlichem ersticken führt is das falsch??
Habe noch nichts davon gehört. Die Probleme bei Flußsäure sind einerseits, dass undissoziiertes HF sehr leicht durch Gewebe penetrieren kann und somit sehr tiefe Verätzungen hervorruft und andererseits, dass es durch Fällung von Calciumfluorid zu Hypokalzämie führt.
Zitat:
HF führt meines Wissens zur Blockierung des Zitronensäure-Zyklusses (Blockade eines Enzyms oder so) und zu einem Absterben der Nerven, die damit in Kontakt kommen ... bin aber kein Biochemiker
Jein, Fluorid-Ionen können in entsprechend hoher Konzentration die Glykolyse hemmen, meines Wissens durch Inhibition der Enolase... Sollte aber im Vergleich zu der starken Ätzwirkung und der Hypokalzämie kaum eine Rolle spielen.
Zitat:
Und wenn man sich konzentrierte Flußsäure über die Hand kippt und das dann ordnungsgemäß mit Wasser abspült, sagen wir mal innerhalb von 20 Sekunden und weiter nix unternimmt, ist man, wenn man Pech hat ein bis zwei Stunden später tot. Wenn man Glück hat, hat man den Rest des Lebens unerträgliche Schmerzen in der Hand.
---> Bei Flußsäure gibts eine Calciumgluconatspritze oder die Notfallaxt. Daher arbeitet damit niemand gerne.
Daher sollten in Labors, in denen mit Flußsäure gearbeitet wird, immer Calciumgluconat-Salbe vorhanden sein, mit der man bei einem möglichen Kontakt zu HF sofort die entsprechende Stelle behandelt.
Natürlich wird es kaum jemandem Spaß machen, mit Flußsäure zu arbeiten, aber gerade in Aufschluss-Laboren ist das eine "ganz normale" Substanz, wo man ganz normal mit arbeitet...

Gruß,
Zarathustra
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Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
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