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Thema: Die Base
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Alt 08.07.2005, 08:49   #14   Druckbare Version zeigen
Muzmuz  
Mitglied
Beiträge: 5.976
AW: Die Base

ja, in anderen lösungsmitteln dissoziieren säure und basen u.U. sehr unterschiedlich
aber auch in wässrigen lösungen dissoziieren säure/basen nicht immer gleich (je nach pH-wert, aber auch temperatur, druck, ...)

wenn man also je nach lösungsmittel verschiedene tabellen erstellt, weil die substanzen unterschiedlich dissoziieren, dann müsste man streng genommen (und bei definitionen muss man ja alles streng nehmen) auch für verschiedene wässrige lösungen verschiedene tabellen anfertigen
die existenz der verschiedenen tabellen ist ja auch nur dadurch begründet, weil es (noch) keine formel gibt, die das dissoziationsverhalten unabhängig des lösungsmittels beschreibt

da aber die unterschiedlichen dissoziationen bei verschiedenen pH-werte in wasser leicht zu berechnen sind, gibt es daher die formeln für die säure- und basenkonstanten
nun ist aber diese konstante in wässrigen lösungen immer (nahezu) konstant
aber: in nitriersäure ist die HNO3 fast undissoziiert...trotzdem wäre sie nach deiner definition über Ks eine starke säure, weil sich ihr Ks durch die schwefelsäure nicht ändert
folglich wäre es mit dieser definition möglich, eine nahezu undissoziierte säure als stark zu bezeichnen, andersherum ist die bei pH14 praktisch völlig dissoziierte essigsäure nach deiner definition eine schwache säure
das wäre eine entkopplung der bezeichnungen stark-schwach von der dissoziation

Ks und Kb sind nur eine mathematische beschreibung (und auch da nur eine quantifizierung) der eigenschaft bzw fähigkeit zur dissoziation
eine eigenschaft als die beschreibung ihrer selbst zu definieren, ist für mich eine ad-hoc methode, die zwar gebräuchlich sein mag, mir aber nicht sympathisch ist und auch zumindest eine schwachstelle hat

lg,
Muzmuz
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