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Alt 12.05.2005, 09:22   #307   Druckbare Version zeigen
Kriegerdaemon  
Mitglied
Beiträge: 781
AW: Kleines Rätsel: Elementeraten

So, nun ich auch mal ein Rätsel. Aus einem Buch:

Der chemische Räuber
In den mittelalterlichen Büchern wurde das ? durch einen Wolf mit aufgerissenem Rachen symbolisiert. Wahrscheinlich erklärt sich dieses »räuberische« Symbol aus der Tatsache, dass ? fast alle übrigen Metalle auflöst (»frisst«).

Überall, nur auf der Sonne nicht
Ungeachtet der Tatsache, dass der ?gehalt in der Erdrinde äußerst geringfügig ist, findet man seine Spuren jedoch in vielen Mineralen. Gelegentlich kann ? auch in Meteoriten gefunden werden. Das Wasser des Meeres sowie das Wasser einiger Flüsse und Bäche enthalten ebenfalls ?. Im Sonnenspektrum dagegen konnten die ?linien nicht gefunden werden.

[...]Es gibt aber auch noch eine andere Version. Sie hat weniger namhafte Anhänger, dafür finden wir unter ihnen aber den Schöpfer des »Schwejk«, Jaroslav Hasek.
In seinen freien Stunden zwischen Gebeten und den Bemühungen um die wirtschaftlichen Belange suchte der Abt des Klosters von Stahlhausen in Bayern, Pater Leonardus, den Stein der Weisen. In einem seiner Versuche Vermischte er im Tiegel die Asche eines verbrannten Ketzers mit der Asche von dessen ebenfalls verbranntem Kater und der doppelten Menge Erde vom Ort der Verbrennung. Dieses »höllische Gemisch« begann der Mönch zu erwärmen.
Nach dem Eindampfen entstand ein schwerer, dunkler Stoff mit metallischem Glanz. Das war sowohl unerwartet als auch interessant; trotzdem war Pater Leonardus verärgert. In einem Buch, das dem verbrannten Ketzer gehörte, hieß es, der Stein der Weisen müsse gewichtslos und durchsichtig sein. Pater Leonardus warf den erhaltenen Stoff in den Klosterhof.
Nach einiger Zeit bemerkte er mit Erstaunen, dass die Schweine an dem »Stein« leckten, den er da weggeworfen hatte, und dabei rasch Fett ansetzten. Deshalb meinte Pater Leonardus, ein Nahrungsmittel entdeckt zu haben, das auch für Menschen geeignet sei. So bereitete er eine neue Portion vom »Stein des Lebens« zu, zerstieß sie im Mörser und gab das Pulver in den Brei, von dem sich seine dürren Brüder in Christo ernährten.
Am nächsten Tag starben alle vierzig Mönche des Klosters von Stahlhausen unter schrecklichen Qualen. Voller Reue über seine Tat verfluchte der Abt seine Experimente und nannte den »Stein des Lebens« nun ?ium, d. h. ein Mittel gegen Mönche.


Ist einfach, oder?

Geändert von Kriegerdaemon (12.05.2005 um 09:31 Uhr)
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