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Alt 05.05.2005, 22:05   #12   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.540
AW: Handschuhe für Praktika?

Zitat:
Zitat von kaliumcyanid
Wie siehts eigentlich bei Hg-Verbindungen aus? Karen Wetterhahn hat sich ja mit Dimethylquecksilber vergiftet...hätte das durch die richtigen Handschuhe "verhindert" werden können im Sinne von "Genug Zeit haben, alles gründlich zu entfernen, das keine Gefährdung mehr da ist"?
Allgemein kann man sagen, dass Schwermetall-organische Verbindungen gefährlicher sind als anorganische, weil sie besser aufgenommen werden können und auch sowas wie Latex-Handschuhe gut durchdringen können.
Wenn ich mir ein bisschen Quecksilberchlorid auf die Hand kippe, dass wasche ich das gründlich ab und nix passiert. Wenn ich jetzt z.B. eine quecksilberorganische Verbindung auf die Hand bekomme, penetriert die recht schnell durch die Haut. Gleiches gilt übrigens auch für Lösungen anorganische Schwermetall- Verbindungen in organischen Lösemitteln.
Wer mit sehr giftigen Stoffen arbeitet, weiß im Normalfall auch über die Gefahren und Sicherheitsmaßnahmen bescheid: Die Leute, die hier in OL z.B. an Cytostatika arbeiten, verwenden mehrere Lagen Handschuhe und wechseln die öfter.
Eine Gefahr geht auch von den normalen Handschuhen aus, die man immer mal wieder anzieht, es gibt wohl Untersuchungen die zeigen, dass sich verschiedene Substanzen mit der Zeit in den Handschuhen ansammeln und diese nach und nach durchdringen. Dann zieht man irgendwann wieder diese Handschuhe an (weil man sich damit ja sicher fühlt) und bekommt das Zeug dann doch ab...
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Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
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