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Alt 04.05.2005, 09:47   #44   Druckbare Version zeigen
Tiefflieger Männlich
Moderator
Beiträge: 5.445
AW: Chemikalien aus Apotheke

Zitat:
Zitat von schlumpf
dieses Beispiel zeigt eher, daß Reach ein Papiertiger ist ....
Noch gilt REACH ja nicht, aber es verpflichtet den Hersteller zu weiteren Untersuchungen. Bin mal gespannt, was uns das bringt...

Zitat:
Zitat von FK
Kennzeichnung mit "Xi" und R 43 gehört m. E. auch noch dazu.
... Jetzt warte ich darauf, dass die Orangen mit "Xi"-Etikett verkauft werden.
Xi R43 klingt plausibel, möglicherweise ist auch Xn R65 relevant, je nach Viskosität.
Übrigens, Lebensmittel sind von der Gefahrstoffverordnung ausgenommen, daher werden die Orangen auch in Zukunft wohl nicht gekennzeichnet werden. Da haben Erdbeeren und Kiwis noch einmal Glück gehabt.

Zitat:
Zitat von ricinus
alle vorschriftsmässig gekennzeichnet...
Hast du übrigens ne Ahnung, wie's bei den französischen und belgischen Konkurrenzfirmen ausschaut ? Ich schon, und warum, glaubst du, kaufen wir die (teureren) deutschen Caeloprodukte ?
Schön, dass alle vorschriftsmäßig gekennzeichnet sind. Ich habe gerade keinen Kanister zur Hand, aber ich bezweifle, dass die Kennzeichnung mehr enthält als das Sicherheitsdatenblatt. Somit ist sie unvollständig und fehlerhaft! Das Argument, dass andere Hersteller, was die Kennzeichnung angeht, noch schlechter sind kann ich so auch nicht gelten lassen, denn es legitimiert das eigene Fehlverhalten nicht. Übrigens, habe ich schon einige Hersteller wegen falscher Angaben informiert, mit teilweise erschreckenden Rückmeldungen.

Zitat:
Zitat von ricinus
So genau hab ich mir das ehrlich gesagt noch nie angesehen...Ich sammle immer bloss die MSDS Blätter, die ich von den Lieferanten bekomme...kommt es nicht auch auf die Menge im Gebinde an ? Dieser Stoff wird normalerweise nicht gerade literweise abgegeben oder in der Apotheke auf Vorrat gehalten. Und dass Citrusöle allesamt spontan entflammbar sind, dürfte bekannt sein...
Na, die Sicherheitsdatenblätter sollten schon auch beachtet werden. Die Gebindegröße ist für die Gefährdungsbeurteilung relevant, für die Kennzeichnung nicht. Übrigens ist ein Umgang mit Gefahrstoffen ohne zugehörige tätigkeitsbezogene Gefährdungsbeurteilung untersagt und stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, bei Gefährdung von Personen oder erheblicher Gefährdung von Sachen ist es dann eine Straftat.
Bei uns werden Citrusöle durchaus in 1l bis 10l Gebinden eingekauft und bevorratet. Dinge die allgemein bekannt sind müssen trotzdem aufgeführt werden. Der Apotheker mag ja noch um die Brennbarkeit der Citrusöle Bescheid wissen, ob das die Krankenschwester aber auch weis?


Übrigens, für alle nicht Apotheker, welche sich bei den ganzen Beiträgen grinsend zurückgelegt haben. In chemischen Laboratorien gilt die vereinfachte Kennzeichnung (nach der alten GefStoffV, §23) nicht mehr! Somit sind auch Gefäße in Laboratorien vollständig zu kennzeichnen. Na, da haben die Macher der Gefahrstoffverordnung mal wieder eine Ausnahme vergessen.


Jetzt aber zum eigentlichen Thread zurück.
Die hauptsächliche Aufgabe von Apotheken ist die Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten. Ein Beiwerk aus historischen Gründen ist die Eigenerzeugung, welche heute aber oftmals nur noch geringe Bedeutung hat. Auch der Verkauf von Chemikalien ist ein Nebenprodukt und wohl eher lästig als gewinnbringend. Daher ist es durchaus verständlich, wenn Apotheken, den Gesetzen des Marktes folgend, auf einen Verkauf von Chemikalien verzichten. Dies vor allem dann, wenn sich der Apotheker seiner rechtlichen Verpflichtungen aus dem Verkauf bewusst ist.
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Vernünftig ist, dass die politischen Spitzen, wenn sie miteinander sprechen, darüber sprechen, wie mit der Sache umzugehen ist, wie ernst Vorwürfe zu nehmen sind und wie man damit umgeht, Vorwürfe zu besprechen, zu klären, zu verifizieren oder aus der Welt zu schaffen. (2013 Regierungssprecher Seibert)
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