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Alt 24.04.2005, 16:53   #1   Druckbare Version zeigen
lonewolf  
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Beiträge: 62
Klausuraufgaben (Iodwasserstoff, Säurestärke)

Guten Tag allerseits...

Ich versuche gerade, ein paar Aufgaben zu lösen und komme nicht so ganz weiter. Könnte mir mal wer unter die Arme greifen?

Es geht einmal um die Bidlung von Iodwasserstoff. Hier die Aufgabenstellung:

Zitat:
Iodwasserstoffgas lässt sich aus den Elementen Iod und Wasserstoff herstellen. Bei der Reaktion liegen Edukte und Produkte nebeneinander vor.
Diskutieren Sie die Auswirkung verschiedener Reaktionsparameter auf die Gleichgewichtslage dieser Reaktion.
Information:
- dHb(IH) = +26kJ/mol
- Iod: schlecht Wasserlöslich

Zwecks Herstellung von Iodwasserstoffsäure soll Iodwasserstoffgas aus den Elementen erzeugt werden.
Erläutern Sie, wie sich die Ausbeute an Iodwasserstoff durch geeignete Maßnahmen (bei möglichst geringem finanziellen Aufwand) deutlich erhöhen lässt.
Ich nehme an, entscheidend ist das Prinzip von Le Chatelier.
Laut Quellenlage handelt es sich um eine endotherme Reaktion, sodass man die Temperatur erhöhen muss, um die Bildung von Iodwasserstoff zu fördern.
(Seltsamerweise widerspricht die Klausur sich in einer der Folgenden Aufgaben selbst: "Iodwasserstoff zerfällt bei höheren Temperaturen zu Wasserstoff und gasförmigem Iod.")
Wählt man höhere Temperaturen, liegt zu Reaktion gasförmiges Iod vor. Da Iodwasserstoff weniger Raum einnimmt als Iodgas und Wasserstoffgas nebeneinander, führt eine erhöhung des Drucks ebenfalls zu einer erhöhten Bildung von Iodwasserstoff.
Der Einsatz eines Katalysators könnte den Ablauf der Reaktion steigern (Pt für Wasserstoffspaltung?)
Was für Faktoren könnte man noch erwähnen?
Entziehen der Produkte, Aufrechterhaltung einer hohen Eduktkonzentration!

Was kann man bei der Ausbeute erläutern, was nicht eh schon gesagt ist?
Irgendwie fehlt auch noch der Bezug zur gegebenen Löslichkeit.
Ich würde annehmen, dass man Iodwasserstoff gut ausspülen kann, denn es muss sich gut in Wasser lösen, währen Iod sich kaum löst. Damit entzieht man dem Gleichgewicht das Produkt und fördert die Hinreaktion, desweiteren stellt sich, wie ich vermute, bei gelöstem Iodwasserstoff (also Iodid und Hydroniumionen) nicht das Geichgewicht mit Iod und Wasserstoff durch Rückreaktion ein.

Hat irgendjemand sonst noch Ideen?

Dann ist hier noch eine Aufgabe, bei der ich eher unsicher bin:
Zitat:
Zeichnen Sie die Strukturformeln folgender Säuren und ordnen Sie diese nach zunehmender Tendenz, Protonen an Wasser abzugeben (mit kurzer Begründung)
HClO3 / CH3COOH / HCl / CCl3COOH / HPO42-

Meine Strukturen:


Ich würde sagen,
- das Hydrogenphoshpat ist am schwächsten da es negative Ladungen gibt, die eine polarisierung der Säuregruppe durch starke +I-Effekte verhindern.
- die Trichlorethansäure sollte stärker sein als die Ethansäure, da -I-Effekte durch die Chlorsubstituenten wirken und einen +-I-Effekt des Methylrests an der Säurefunktion verhindern.
- HCl ist aufgrund der Elektronegativitätsdifferenz die stärkste Säure. Man kennt sie auch als stake Säure.

Wo ich die Chlorsäure einordnen soll, weiß ich nicht. Die Elektronegativität von Sauerstoff ist etwas höher als die von Chlor, aber die Differenz ist nicht so groß. Demnach müsste die Säure schwächer sein, als eine Carbonsäure. Aber so sicher bin ich mir da nicht, immerhin sind noch weitere -I-Substituenten (Sauerstoffe) vorhanden.

Wär ganz gut, wenn ihr meine Thesen verifizieren oder mich korrigieren und ergänzen könntet.
Im Voraus dankend
A.
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