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Alt 16.03.2005, 21:20   #17   Druckbare Version zeigen
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AW: Verschiedene Aufgaben aus einer Chemie-Arbeit

Gut, ich habe Freitag meine mündliche Mini-Abiturprüfung in Chemie, deshalb will ich mal mein Glück versuchen... Wenn irgendwem Fehler auffallen, kann er mir dann bitte schreiben? Ach ja, ich geh mal von wenig Chemiekenntnissen aus, muss ich in der Prüfung auch...

zu 1.1:
Dalton glaubte, die Materie bestehe aus kleinsten Teilchen, die nicht weiter zu teilen sind, Atome. Er behauptete, jedes Element habe seine eigene Atomsorte.
Als bekannt wurde, dass es nicht zu zwei (Atome & Moleküle), sondern drei Teilchensorten gibt (auch Ionen), versuchte Thomson, mit Daltons Modell die verschiedenen Ladungen der einzelnen Ionen zu erklären, und "steckte" einfach Elektronen in den Atomkern. Im sogennanten Erdbeer- oder Rosinenkuchenmodell gab es also das insgesamt positive Atom, in dem kleine Elektronen negativer Ladung eingebettet waren.
Rutherford stellte mithilfe eines Experiments (Alphastrahlung auf Goldfolie, drumherum ein Zink-(oder war es Zinksulfid?) Schirm) fest, das es eine Hülle um den Atomkern geben musste. Er entwickelte Thomsons Modell so weiter, dass es einen vom Volumen winzigen Atomkern großer Masse in einer im Verhältnis riesiger Atomhülle von geringerer Masse gab. Der Kern war bei ihm positiv geladen, in der Hülle schwirrten die Elektronen herum.
Bohr entwickelte schließlich das Schalenmodell, indem er den Elektronen einen bestimmten Platz in verschiedenen Schalen in der Atomhülle zuordnete.

zu 1.2 (verzeihung, wenn alles hier ein bisschen sehr ausführlich wird, ich muss Freitag viel reden):
Ion: Ein Ion ist ein kleinstes Teilchen mit positiver bzw. negativer Ladung. Ionen entstehen durch Elektronenübergang bei Reaktionen oder durch Hydratisieren.
Elektron: Ein Elektron ist ein kleinstes elementares (!) Teilchen negativer Ladung. In einem neutralen Atom gibt es gleich viele Elektronen wie positive Protonen im Kern. Elektronen können aus einem Atom abgespalten oder "dazugesteckt" werden, so bilden sich Ionen.
Isotop: Als Isotope werden Atome mit unterschiedlicher Neutronenzahl im Kern bezeichnet.
Ordnungszahl: Die OZ eines Elements gibt an, an welcher Stelle ein Element im Periodensystem steht, außerdem gibt sie die Protonen bzw. Elektronenzahl im Atom an.

2.2:
Reagiert Natrium mit Fluor, so findet ein Elektronenübergang statt, bei dem den Natriumatomen Elektronen abgezogen und den Fluoridatomen zugeführt werden. Es bilden sich Ionen (Natrium einfach positiv, Fluor einfach negativ -> NaF). Da Ionen verschiedener Ladungen sich anziehen, bildet sich ein Salzgitter und logischerweise (Metall + Nichtmetall = Salz) ein Salz. Da sich die Ionen anziehen, ist die Schmelz- bzw. Siedetemperatur sehr hoch. Würde man das Salz lösen und die Ionen frei beweglich machen, könnte man eine Elektrolyse durchführen.

2.3:
Kathode (negativ): Die Kathionen, die positiv geladenen Ionen (Natrium) laufen durch die Anziehungskraft verschiedener Ladungen zum negativen Pol, wo Elektronen abgegeben werden. Die einfach positiv geladenen Ionen erhalten ein negatives Elektron, womit sie wieder neutral und zu Atomen geworden sind.
Na+ + e- -> Na

Anode: Die negativ geladenen Anionen laufen zum positiv geladenen Pol, um Elektronen abzugeben. Sie werden ebenfalls neutral. Da Fluor Moleküle bildet, muss man die Ionen mal zwei nehmen.
2F- -> F2 + 2e-

Da an beiden Polen gleich viele Elektronen ab, bzw. augenommen werden müssen, muss man beim zusammenlegen der Gleichungen auch Na 2mal nehmen. (Allerdings bin ich mir hier nicht so sicher!)
2Na+ + 2F- -> 2Na + F2

zu 2.4:
Die Bildung verläuft exotherm, Fluor reagiert mit allem, und das bei wenig Aktivierungsenergie.
Die Elektrolyse verläuft endotherm, immerhin muss man Strom anlegen und die Ionen zur Bewegung zwingen.

2.5 (Okay, die Frage kapier ich nicht ganz. Sind Gittermodelle oder Atommodelle gemeint?):
Das Salz Natriumfluorid, das aus sich anziehenden Ionen besteht, löst sich im Wasser auf, wobei die Ionen frei beweglich werden und zu den Polen wandern können, was sie aber nur aufgrund der verschiedenen Ladungen tun (ich hab das Gefühl, ich wiederhole mich).

3.1:
Er kam zu dieser Aussage, weil er sein Periodensystem in allen Dingen genau untersuchte: Auf Schalen und Hauptgruppenebene. Da er aber manche Elemente nicht kannte, sein Periodensystem aber ohne diese Lücken nicht passte, behauptete er, es fehle hier und da ein Element. Er konnte die Eigenschaften dank der Hauptgruppen bestimmen. Als sie dann entdeckt wurden, hatte er ja Recht.
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