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Alt 02.03.2005, 10:46   #10   Druckbare Version zeigen
Muzmuz  
Mitglied
Beiträge: 5.976
AW: Was sagen mir MAK-Werte und Gefahrensymbole wirklich

wennst ein herzproblem hast und du kriegst digitalis vom arzt verschrieben, wirst du auf der packung keinen totenschädel sehen, obwohl die substanz weit toxischer ist als methanol

natürlich ist die substanz nicht frei erhältlich und die etikettierung fällt unter das arzneimittelgesetz, aber es geht hier ja primär um die frage, ob ich vom MAK-wert auf die gefährlichkeit schließen kann und in weiterer folge, ob ich von der bezeichnung "giftig" auf die gefährlichkeit schließen kann

ich sagte, dass beides nur bedingt funktioniert

weitere beispiele (neben arzneimittel) sind im bereich der biologischen toxine zu finden

zum unterschied gefährlichkeit/giftigkeit noch was:

blausäure und schwefelwasserstoff sind in etwa gleich giftig
und doch ist es allgemein bekannt, dass blausäure hochgiftig ist, dem schwefelwasserstoff traut man dies weniger zu
letzterer ist aber weniger gefährlich
warum ? die geruchsschwelle vom H2S liegt deutlich unter der von HCN, ausserdem riecht H2S nicht gut, also atmet man es nicht unbewusst tief ein
bei HCN fehlt diese instinktive abneigung gegen den geruch
man kann also viel früher reagieren und auf diese art eine geringere dosis abbekommen

ob eine substanz 0-8-15 ist oder nicht, sagt natürlich nichts über ihre toxizität aus
das hat auch niemand behauptet und ich frage mich, warum du dich genötigt fühltest, jene bemerkung niederzuschreiben
wenn aber eine substanz mit einer gewissen toxizität weit verbreitet ist, ist ihre gefährlichkeit höher einzustufen als die einer substanz mit derselben toxizität, jedoch geringer verbreitung
eine toxische substanz, die es nicht gibt, ist auch nicht gefährlich

lg,
Muzmuz
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