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Alt 24.02.2005, 19:09   #12   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Kupferoxid und Zink und Kupferoxid mit Eisen !

Zitat:
Zitat von Tino71
Ich erinnere mich gerade an meine Schulzeit:

Montag morgen, erste Stunde (7.30h) Chemie, 35 Leute in einem hörsaalähnlich gestaffelten Chemieraum, Riesenkrawall, Lehrer entnervt, weil keiner zuhört. Irgendwann (so nach zehn Minuten) verpißt er sich nach hinten in die Sammlung und kommz kurz darauf mit dem fahrbaren Rollabzug wieder heraus. Darin: ein Reagenzglas, eingespannt in einer Klammer am Stativ, darunter ein Gasbrenner. Im Reagenzglas: so n Fingerbreit von nem dunklen Pulver. Er schiebt den Rollabzug in dir Mitte, entzündet den Brenner und verkriecht sich ...
Es gibt den lautesten Knall der Welt und eine braune Wolke. Totenstille, grinsender Lehrer. Frage: Was war das jetzt? Keiner weiß es - is klar. Das war die "Thermit-Reaktion" von CuO mit Al-Pulver, bei der Cu als Dampf rauskommt (). Der Rest der Stunde verlief sehr gesittet und konzentriert (mit leichtem Klingeln im Ohr) und hatte Redoxgleichungen zum Thema...

Da die Gitterenergie von Fe2O3 (ebenfalls Korundstruktur) nur geringfügig kleiner ist als die von Al2O3, sollte die Reaktion von CuO mit Fe also auch mächtig gut laufen... Daß Fe2O3 bei T>800°C zu Fe3O4 (spinell, ebenfalls super Gitterenergie) wird, ist richtig, aber für die Energiebilanz eher nebensächlich...

*Ende der Jugenderinnerungen*
Wie schön. Und wie's der Zufall so will, kommen bei mir nächsten Montag um 8:00 h auch Redoxreaktionen dran. Mit dem Unterschied, dass da kein Krawall im Auditorium herrscht, sondern Grabesstille, weil alles pennt und sich erst mal vom Wochenende erholen muss. Dein Experiment scheint sich dennoch zu eignen, wenn ich mir das so überlege...Ohne den blödsinnigen Abzug, versteht sich Danke für die hervorragende Idee...

lg

PS : beide Reaktionen um die's in diesem thread geht sind natürlich exotherm. Warum man beim Eisen erst mal erwärmen muss - Stichwort "Aktivierungsenergie". So schlucken die Schüler's normalerweise.
Wenn man's mit ner grösseren Menge in einem langen RG durchführt, das man mit spitzer Flamme an einem Punkt erhitzt, kann man auch zeigen, dass die Reaktion selbständig weitergeht nachdem man das RG aus der Flamme genommen hat und dabei Wärme freisetzt.
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