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Alt 12.02.2005, 00:28   #3   Druckbare Version zeigen
chemiker42  
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Themenersteller
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AW: Bestimmung des Kalkgehalts in Eierschalen durch Rücktitration

stimmt das so? da kommt 100% raus ... is das wirklich so oder hab ich einen Fehler in Rechnung und / oder Messung?

Gleichung: CaCO3 + 2 HCl (aq) --> CaCl2 + CO2 + H2O

Auswertung:

a. Bestimmung der Konzentration der verbleibenden Säure nach der Reaktion der Eierschalen mit Salzsäure:

Die Stoffmengenkonzentration c berechnet sich mit dem Quotienten aus Teilchenzahl n und Volumen V. Das gemessene Volumen V der hinzugefügten Natronlauge beträgt 0,0287 l, die Konzentration der Natronlauge ist gegeben durch 1 mol/l. Die Stoffmenge n der Natronlauge beträgt also durch n = c * V 0,0287 mol. Aufgrund der Neutralisation ist die Stoffmenge der Natronlauge identisch mit der Stoffmenge der noch vorhandenen Salzsäure bzw. die Stoffmenge der Hydroxid-Ionen ist identisch mit der Stoffmenge der Oxonium-Ionen. Die Stoffmenge der Salzsäure bzw. der Oxoniumionen vor der Titration ergibt sich aus n = c * V mit c = 1 mol/l und V = 0,050 l. Sie beträgt 0,050 mol. Die Differenz der Oxoniumteilchenzahlen vor und nach der Titration ergibt die Teilchenzahl, welche mit dem Kalk reagiert hat. Diese Differenz beträgt 0,0213 mol. Von der ursprünglichen 0,050 mol Salzsäure reagierte also 0,0213 mol mit dem Kalk in den Eierschalen und 0,0287 mol mit den Hydroxidionen der Natronlauge. Dies ergibt eine Konzentration c = n / V = 0,0287 mol / 0,050 l = 0,574 mol/l.


b. Massenanteil von Kalk in Eierschalen

Die Reaktionsgleichung (siehe oben) zeigt, dass doppelt so viele Oxonium- und Cloridionen wie Kalkelementargruppen reagieren. Da 0,0213 mol Oxoniumionen mit Kalk reagierte, sind es 0,0107 mol Kalkelementargruppen. Die molare Masse M von Kalk beträgt 100 g/mol (siehe Periodensystem). Aufgrund von m = n * M ist die Kalkmasse also m = 0,0107 mol * 100 g/mol = 1,07 g. Dies sind 100 %!
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