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Alt 31.01.2005, 10:33   #9   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Bleidioxid / Bleiakku

Hallo

die hier genannte Vorschrift bezieht sich auf eine Elektrodenoberfläche von ca 45 cm2 pro Elektrode. Bei kleineren Ausführungen musst du gegebenenfalls etwas rumprobieren, um die idealen Werte zu finden.

Also : Elektroden (Pb Platten) in die Säure hängen (20% Schwefelsäure). An Gleichspannungsquelle hängen und ca 0.5 bis 1 A durchfliessen lassen. Die Gasentwicklung an den Platten sollte mässig (also sichtbar) sein ohne dass das ganze zu heftig anfängt zu sprudeln. Nach ca 10 min Polarität umgekehren. Die positive Platte sollte (vor der Umkehrung) nun mit braunem PbO2 überzogen sein, die negative mit grauem Pb. Gleich lang in der anderen Richtung elektrolysieren, wobei die Färbung der Elektroden dann wieder ändert. Das ganze so 6-8 Mal wiederholen.

Um zu prüfen, ob die Formierung gelungen ist, wird die Zelle einmal geladen.
Dazu sollte mit ca 2 V geladen werden unter ca 50 mA (eventuell Regelwiderstand einbauen). Die Spannung sollte bis auf 2.8 V ansteigen. Ende des Ladevorganges. Wenn die Ladung weniger als 5 min dauert, wird wieder entladen (über Widerstand, es sollte nicht mehr als 50 mA dafür fliessen) und erneut geladne. Durch jeden Lade- und Entladezyklus wird ja die Formierung verbessert. Wenn die Ladestromstärke über ca 10 min gesteigert werden kann, ist die Formierung optimal.

Wir d der Akku längere Zeitnicht gebraucht, sollte er wieder durch Ladung mit kleiner Stromstärke und behutsames Entladen (mehrmals wiederholen) fit gemacht werden.

viel Spass.
gruss
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