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Alt 03.01.2005, 19:48   #2   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: Regel von Neumann und Kopp

Zitat:
Zitat von Petruschka
Hallo,

in der Vorlesung haben wir aufgeschrieben, dass nach der Regel von Neumann und Kopp die Molwärme einer Verbindung die Summe der Atomwärmen der Elemente ist, aus der sie besteht.
diese "Regel" wird normalerweise nicht als Regel von Neumann und Kopp bezeichnet, weil eigentlich der Herr Joule (1844) sie als erster formuliert hat.
Sie besagt, dass die molare Wärmekapazität einer festen Verbindung annähernd gegeben ist durch die Summe der molaren Wärmekapazitäten der einzelnen Elemente (="Atomwärme", der Begriff ist denkbar schlecht gewählt)die in der Verbindung sind.

Als Beispiel : die Molare Wärmekapazität festen Calciumsulfates (CaSO4) wäre gegeben durch : 1*C(Ca)+1*C(S)+4*C(O), wobei C(x) für die molare Wärmekapazität des Elementes x steht.

Für einfache Metallsalze klappt die Regel sogar. Darüberhinaus ist das ganze so eine ziemlich grobe Annäherung an eine Annäherung .

Zitat:
Zitat von Petruschka
Nun meine Frage:
Ist die Atomwärme das gleiche wie die Molwärme oder habe ich das falsch aufgeschrieben? Eigentlich würde ich "Atomwärme" ja so verstehen, dass das die Energie ist, die benötigt wird, um ein Atom um ein Grad zu erwärmen. Aber das würde ja keinen Sinn machen.
Die Atomwärme ist die Energiemenge, die benötigt wird um ein mol des betreffenden Elementes bei der gegebenen Temperatur ein K wärmer zu machen (bei konstantem Druck). Für die meisten Elemente kannst Du davon ausgehen, dass das so 6 cal/°C ist.
Warum macht das keinen Sinn (mal davon abgsehen, dass es nur eine Näherung ist) ?

gruss
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