Anzeige


Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 14.12.2004, 23:05   #4   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Arbeitselektrode

Na, wenn Du z.B. eine Elektrolyse machst, spielen sich an den beiden Elektroden (Arbeitselektroden) Reaktionen ab, es wird Arbeit geleistet. Dadurch, dass du Strom durch die Lösung zwingst, indem Du eine externe Spannungsquelle anschliesst, sind die beiden Elektroden nicht reversibel.
Das gleiche gilt übrigens auch für den umgekehrten Fall einer Elektrolysezelle, eine elektrochemisches Element, dem Strom entnommen wird. Auch da wird ja Arbeit geleistet indem an den Elektroden chem. Reaktionen ablaufen, die einen Fluss von Elektronen von einer Elektrode durch einen äusseren Kreis zur anderen herbeiführen. Diese beiden Elektroden sind ja dann auch nie im Gleichgewicht mit der Lösung (erst wenn das Element wieder "leer" ist und kein Strom mehr fliesst, das ist ja dann der triviale Fall).

Wenn Du das Potential einer solchen Elektrode kennen willst, kannst Du es zwischen dieser Elektrode und der Bezugselektrode (stromlos) messen. An der Bezugselektrode reagiert nichts, aber dennoch wird wohl diese elektrische Doppelschicht an ihr vorhanden sein müssen aus Ionen in der Lösung an der Elektrodenoberfläche und Elektronenüberschuss oder -angel in der Elektrode, weil ja sonst kein Potential zum Messen da wäre. Die Bezugselektrode hat schon ein Potential gegenüber der Lösung, in die sie eintaucht, aber man erlaubt nicht, dass dort Reaktionen stattfinden, weil kein Stromfluss da ist.

gruss
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
 


Anzeige