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Thema: Siedepunkt
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Alt 12.12.2004, 18:53   #8   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Siedepunkt

Zitat:
Zitat von Cinderella85
Hallo,

Danke für eure Antworten.

Ich versuche mal zusammenzufassen, was ich in einer Klausur antworten würde, wäre lieb, wenn es jemand korrigieren würde, wenn es falsch ist.

Die Siedetemperatur hängt nicht nur von der Masse ab, da zwischenmolekulare Kräfte hierfür auch entscheidend sind.

Wasser besitzt eine sehr stabile Wasserstoffbrückenbindung und Methan hat einen Dipolcharakter, der anhand der Van-der-Waals Kräfte zustande kommt.
Dieser ist allerdings nicht so stark, wie die Wasserstoffbrückenbindung.



Und jetzt komme ich irgendwie nicht weiter.
Ich weiß nicht, was das jetzt mit dem Siedepunkt zu tun hat :-(
Der Siedepunkt hängt von den gegenseitigen Anziehungskräften der Moleküle/Atome ab. Die Hauptanziehungskraft ist elektrischer Natur : Coulombkraft (Gravitation kann vernachlässigt werden).

Durch besonders hohe Siedepunkte zeichnen sich Salze (bestehend aus Kat- und Anionen) aus, das hier eine vollständige Ladungstrennung vorliegt.

Zu einer teilweisen Ladungstrennung kommt es, wenn die Elektronegativitätsunterschiede für eine vollständige Ladungstrennung nicht ausreichen. Im Molekül liegt dann eine sogenannte polarisierte Atombindung vor : Die Bindungselektronen halten sich im Mittel näher beim elektronegativeren Partner auf. Beim linear gebauten CO2 herrscht in der Mitte am zentralen C-Atom ein Elektronendefizit, an den terminalen Sauerstoffatomen ein Elektronenüberschuss. Man kann sich vorstellen, dass durch eine geeignete Anordnung der Moleküle, die positiven und negativen Partialladungen sich anziehen und so den Siedepunkt erhöhen. Allerdings ist CO2 symmetrisch gebaut, so dass die Ladungsschwerpunkte in der Mitte des Moleküles zusammenfallen.

Anders beim gewinkelt gebauten Wassermolekül : Hier fallen die Ladungsschwerpunkte nicht zusammen, es liegt ein sogenannter Dipol vor. Diese starken Dipol-Dipol-Wechselwirkungen erhöhen den Siedepunkt erheblich. Bei Wasser kommt im Vergleich zu anderen Dipolen (z.B. HCl) noch die Ausbildung von sehr effektiven Wasserstoffbrücken hinzu, die den Siedepunkt nochmals um einiges erhöhen.

Methan ist tetraedrisch gebaut : In der Mitte des Tetraedes sitzt das Kohlenstoffatom, an den Ecken die Wasserstoffatome. Der Elektronegativitätsunterschied zwischen H und C ist gering, die Bindungen also nur schwach polarisiert. Auch fallen die Ladungsschwerpunkte im Zentrum des Tetraeders zusammen. Die einzigen Anziehungskräfte entstehen durch zufällige Elektronenfluktuationen, die im Nachbarmolekül kurzzeitig einen Dipol induzieren (London´sche Dispersionskraft, van der Waals-Wechselwirkung). Da diese Kräfte nur kurzeitig wirken, sind sie entsprechend schwach, der Siedepunkt entsprechend tief.

s.a. : http://www.chemieonline.de/forum/showthread.php?t=15959
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