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Alt 05.07.2011, 13:50   #16   Druckbare Version zeigen
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AW: Den Doktor abschaffen? - Allgemein

Zitat:
Zitat von chemiewolf Beitrag anzeigen
Wer da den Text verfasst, ist zweitrangig
Mir ging es nicht darum, wer den Text verfasst, sondern wie. Und ob dieses wie dann den Maßstäben, die z.B. Frau Domscheit-Berg anlegt, gerecht werden würde. Im Übrigen habe ich schon längst erwähnt, dass es mir nicht ausschließlich um Reviews geht, und in diesem Zusammenhang auch Originalartikel, Doktorarbeiten, etc. als Beispiele genannt, wo das von mir beschriebene "Phänomen" der fehlenden Anführungszeichen ebenfalls vorkommt.

Wie auch immer - eigentliches Thema in diesem Thread soll ja die Abschaffung des Doktortitels sein. Die m. E. nur dann etwas bringen kann, wenn für Disziplinen wie z.B. Chemie die Nachweispflicht, wissenschaftlich gearbeitet zu haben, ebenfalls wegfällt. Denn so lange dies gefordert wird (momentan findet das Ausdruck im Promotionszwang für Chemiker), leben die Professoren gut damit, sich in einer modernen Form der Sklaverei günstiges Forschungspersonal zu halten, das auf Halbtagsstellen sitzt und mehr als Vollzeit arbeiten muss, um zu einem Ergebnis zu kommen. Als Dank dafür werden einem dann zum Schluss sage und schreibe drei zusätzliche Autoren aufs Paper geknallt, obwohl man selber 99.9% der dazu notwendigen Arbeit geleistet hat.

Und wenn man sich kritisch damit auseinandersetzt, bekommt man Schein-Argumentationen zu hören/lesen, wie
Zitat:
In den Stellenausschreibungen für wiss. Mitarbeiter steht zu lesen "die Möglichkeit zur Promotion ist gegeben". Das ist seit vielen Jahren so üblich, dass die Anfertigung der Dissertation dienstrechlich gesehen Privatvergnügen der Doktoranden ist.
die sich auf dem Papier gut lesen mögen, aber weiter an der Realität nicht vorbei gehen könnten. Denn die Professoren scheinen ja ein reges Interesse am so genannten "privaten Vergnügen" der Doktoranden zu haben, wenn es darum geht, deren ach so privaten Ergebnisse unter eigenem Namen zu publizieren.
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