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Alt 05.07.2011, 10:47   #6   Druckbare Version zeigen
zweiPhotonen  
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Den Doktor abschaffen - Auf welcher Basis?

Zitat:
Zitat von Godwael Beitrag anzeigen
Die Zeiten, zu denen die Doktoranden ihrem Prof am Wochenende den Garten umgraben mussten, sind zwar vorbei, aber natürlich sind derlei Frondienste nach wie vor häufig. nur dass es heute wissenschaftsnahe Aufgaben sind, die Professoren ihre Untergebenen nebenher erledigen lassen.
Was für ein an den Haaren herbeigezogenes Argument: hat schonmal jemand vorgeschlagen, den Lehrberuf "Maurer" abzuschaffen damit der Polier sein Bier selber holen geht?

Zitat:
Zitat von Godwael Beitrag anzeigen
Die nämlich verschlechtern die Bedingungen für alle Studenten mit echtem Interesse am Fach und nehmen begabteren oder auch nur motivierteren Bewerbern sogar Studienplätze weg.
Der Studienanteil im Rahmen des Promotionsstudiums ist als eher gering anzusehen und die meisten Doktoranden, die ich kennengelernt habe hatten für die für sie angebotenen Veranstaltungen meist nur aus Pflichtgefühl Zeit in ihren Tagesplan freigehalten. Insofern halte ich das Argument für unzutreffend weil unbelegt.

Zitat:
Zitat von Godwael Beitrag anzeigen
Dagegen wäre es wohl sinnvoll, akademisches Plagiat schlicht zur Straftat erklären und dafür sorgen, dass die Täter ihre Unredlichkeit bitter bereuen.
Nun wird also um eine staatlich-gesetzliche Regelung gebeten... Die Hochschulen an denen ich beschäftigt war hatte dem Thema allesamt in den Studienordnungen Rechnungen getragen. Allerdings fehlte (nahezu) jeglicher Willen zur konsequenten Umsetzung, da zuviele negative Auswirkungen auf die Karriere der zu sanktionierenden Studenten gesehen wurden.

Zitat:
Zitat von FKS
warum der Status eines Doktoranden nicht ersetzt werden kann durch den eines wissenschaftlichen Angestellten.
Das ist heutzutage in > 50% der Fälle so: lediglich Stipendiaten sind keine wiss. Angestellten der Hochschule. In den Stellenausschreibungen für wiss. Mitarbeiter steht zu lesen "die Möglichkeit zur Promotion ist gegeben". Das ist seit vielen Jahren so üblich, dass die Anfertigung der Dissertation dienstrechlich gesehen Privatvergnügen der Doktoranden ist.
(Erst mit Einführung der Begrenzung der Beschäftigungsdauer -in zeitl. befristeten Verträgen- war es notwendig geworden, die Absicht der Promotion schriftlich festzulegen.)
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Wenn es einfach wäre, hätte es schon jemand gemacht!

I said I never had much use for it. Never said I didn't know how to use it.(M. Quigley)
You can't rush science, Gibbs! You can yell at it and scream at it, but you can't rush it.(A. Sciuto)

Wer durch diese Antwort nicht zufriedengestellt ist, der möge sich bitte den Text "Über mich" in meinem Profil durchlesen und erst dann meckern.
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