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Alt 16.11.2010, 13:27   #3   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: Quantitative Bestimmung von Sulfat mit Bariumperchlorat

Die Gleichung in dem link ist zwar nicht "falsch", aber es ist ein wenig irreführend, dass sie in diesem Zusammenhang da steht.
Die Gleichung drückt aus, dass Sulfationen dem Thorin-Barium Komplex Bariumionen entreissen können, wobei Bariumsulfat (schwerlöslich) und freies, gelbes Thorin entstehen.
Primär geht es bei deiner Titration aber um etwas anderes :
Du hast eine Lösung, die nur Sulfat und freies Thorin (gelb) enthält. Du titrierst mit Bariumionen, die mit dem Sulfat Bariumsulfat bilden gemäss :
Ba2+ + SO42- --> BaSO4. Wenn alles Sulfat verbraucht ist, bewirkt am Äquivalenzpunkt ein kleiner Überschuss Ba2+, dass die Lösung von gelb nach rot umschlägt :

Thorin(frei, gelb) + Ba2+ --> Thorin-Barium-Komplex(rot).

Der >Gleichung im link kann man nur entnehmen, dass das feste Bariumsulfat stabiler ist als der Barium-Thorin Komplex (weil Sulfat dem Komplex das Barium entzieht). Wenn das nicht wäre, würde die Titration nicht funktionieren.

Es ist eigentlich nicht ganz logisch, warum diese Gleichung da steht, weil sie nicht primär den bei der Titration ablaufenden Vorgang widergibt.

lg
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"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
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